Zweite Auflage der Workshop-Reihe „Miteinander leben“

Integration auf Augenhöhe in Waldeck-Frankenberg

Präsentieren das Programm zur Reihe „Miteinander leben“: (von links) Dr. Bernardo Fritzsche, Dr. Jürgen Römer, Ursula Müller, Dr. Siebo Siuts und Dr. Reinhard Kubat laden alle Interessierten zu den Workshops ein. Foto: Landkreis Waldeck-Frankenberg

Waldeck-Frankenberg. Um den Integrationsprozess zwischen Einheimischen und Zugewanderten weiterzuentwickeln, bietet das Netzwerk für Toleranz des Landkreises 2019 erneut die Workshop-Reihe „Miteinander leben“ an.

Interessierte können sich ab sofort anmelden. Ziel des Workshops: Kenntnisse über das interkulturelle Miteinander zu vermitteln, Strategien für das Erkennen und Moderieren von Konflikten an die Hand zu geben – und diese Kenntnisse an andere weiterzugeben.

Wo Kulturen aufeinandertreffen, kann es zu Missverständnissen kommen: Enttäuschung bei Ehrenamtlichen, weil möglicherweise Lehrgänge nicht von den Migranten angenommen werden oder Unverständnis bei Neuankömmlingen, die mit den gesellschaftlichen Anforderungen überfordert sind.

„Hier setzt das Projekt „Miteinander leben“ an“, erklärt die Koordinatorin des Netzwerks für Toleranz Ursula Müller. „Sie soll helfen, sich in die Situation der Geflüchteten hineinzuversetzen – um so bessere Voraussetzungen für ein Zusammenleben in einem friedlichen Miteinander zu stärken.“ Bereits in diesem Jahr fand die erste Auflage der Workshop-Reihe statt. „Aufgrund der guten Resonanz hat sich das Netzwerk für Toleranz dazu entschieden, auch im kommenden Jahr die Veranstaltung anzubieten“, so Dr. Jürgen Römer, der Leiter des Fachdienstes Dorf- und Regionalentwicklung, zu dem das Netzwerk gehört. Die beiden Termine im Jahr 2019 sind: 26. und 27. Januar in Frankenau sowie 29. und 30. März in Asel.

Das Projekt wurde von Dr. Siebo Siuts und Dr. Bernardo Fritzsche aus Korbach initiiert – und im Rahmen des Netzwerks für Toleranz aus dem Bundesprogramm „Demokratie leben“ finanziert. „Es ist wichtig, die Migranten zu verstehen und ihren Erfahrungshorizont kennenzulernen“, sind sich die beiden einig. „Im Rahmen des Seminars kann man sich gut auf diese Herausforderungen vorbereiten – und einen respektvollen Umgang mit einem selbst und den anderen erlernen.“ Dies bestätigt auch Violetta Bat, die in diesem Jahr an der Workshop-Reihe teilgenommen hat: „Als Bildungstrainerin war für mich die Vernetzung mit Gleichgesinnten besonders wichtig. Weiterer Pluspunkt der Schulung war, dass ich neue Methoden kennengelernt habe, die ich nun auch in meine Workshops einbaue“, berichtet sie weiter.

„Integration passiert nicht von allein“, betont auch Landrat Dr. Reinhard Kubat: „Sie kann nur erfolgreich sein, wenn sie beidseitig und auf Augenhöhe erfolgt.“ Dies soll im Rahmen der Workshops intensiviert werden.

Die Sozialpädagogin und Trainerin für interkulturelle Sensibilisierung Anika May sowie der Friedens- und Konfliktforscher und Trainer für transkulturelles Lernen Christoph Pinkert werden die Seminartage leiten und die Teilnehmer auf ihre Vermittlungsrolle im Alltag vorbereiten. (r)

Info: Anmeldungen bei Ursula Müller, E-Mail: ursula.mueller@lkwafkb.de, Tel. 05631/954889.

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