Interview mit den Landtagsabgeordneten aus Waldeck-Frankenberg

Schwarz-grün findet sich gut

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Lehrermangel und Überstunden bei der Polizei auf der Agenda: Armin Schwarz (l.) und Jürgen Frömmrich.

Waldeck-Frankenberg. Vier heimische Landtagsabgeordnete gehören zur schwarz-grünen Hessen-Koalition: Claudia Ravensburg und Armin Schwarz von der CDU, Jürgen Frömmrich und Daniel May von den Grünen. Im Interview mit unserer Zeitung ziehen sie nach drei Jahren eine Zwischenbilanz und wagen einen Ausblick.

Drei Jahre, einen Monat und zwei Wochen schwarz-grüne Koalition in Hessen: Wie fällt ihr Fazit aus? 

Claudia Ravensburg: Positiv, wir haben uns viel vorgenommen wir arbeiten unseren Koalitionsvertrag stringent ab und noch mehr: Es sind ja Aufgaben hinzugekommen, die vorher nicht absehbar waren. 

Daniel May: Natürlich sind noch Vorhaben auf der Agenda, die teilweise schon auf den Weg gebracht, aber noch nicht umgesetzt sind, etwa das neue Schulgesetz oder das Orientierungsstudium.

Bildungspolitik in Hessen war lange ein Kapitel für sich. Aktuell beklagen Eltern und Pädagogen einen akuten Lehrermangel. Was tut die Koalition, um diesen zu beseitigen? 

Armin Schwarz: Die Beschulung von fast 30 000 Flüchtlingskindern ist in der Tat eine Herausforderung, die bisher gut bewerkstelligt wurde. Rund 10 000 Schüler sind allein im Primarbereich hinzugekommen. Der Bedarf, der primär im Grundschulbereich im kommenden Schuljahr ansteht, ist mit 300 Stellen in Hessen sehr viel geringer als in anderen Bundesländern. Das ist kein Zufall, denn wir haben vorgesorgt. 800 zusätzliche Stellen wurden 2016 geschaffen, 1700 Stellen sind 2017 eingeplant. 

Keine einzige Prognose, die jünger als 18 Monate ist, hat eine Entwicklung wie diese gesehen. Ein Mehrbedarf von knapp 1500 Klassen war so nicht absehbar. Zur kurzfristigen Bewältigung haben wir junge Pensionäre angesprochen, weiter im Schuldienst zu bleiben. Mehr als 200 Rückmeldungen liegen schon vor. Das sind Sofortmaßnahmen, denn die Ausbildungskapazitäten an den Universitäten zu erhöhen, bringt uns zum neuen Schuljahr erst einmal gar nichts.

Das vollständige Interview lesen Sie in der Waldeckischen Landeszeitung vom 11. März 2017.

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