Bundesweite Volkszählung: Befragungen auch im Landkreis

Waldeck-Frankenberg: Start der Interviews für den Zensus 2022

Quelle: Statistische Ämter des Bundes und der Länder
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2022 findet in Deutschland wieder eine Volkszählung statt. 

2022 findet in Deutschland wieder eine Volkszählung statt. Dafür werden in den kommenden Monaten Mitarbeiter der Zensus-Erhebungsstelle des Landkreises unterschiedliche Haushalte in Waldeck-Frankenberg besuchen und interviewen.

Waldeck-Frankenberg – Alle Daten werden ausschließlich anonymisiert ausgewertet. Die Ergebnisse werden voraussichtlich ab Ende 2023 vorliegen.

Wie viele Menschen leben in Waldeck-Frankenberg? Gibt es genügend Wohnraum für alle Bürgerinnen und Bürger? Brauchen wir mehr Kindergärten, Schulen oder Pflegeeinrichtungen? Mit dem Zensus, wie die Volkszählung auch genannt wird, soll ermittelt werden, wie viele Menschen in Deutschland leben, wie sie wohnen und arbeiten und entsprechende Fragen beantwortet. Denn: Viele Entscheidungen in Bund, Ländern und Gemeinden beruhen auf Bevölkerungs- und Wohnungszahlen.

Um verlässliche Daten für Planungen zu erhalten, ist eine regelmäßige Bestandsaufnahme der Bevölkerungszahl notwendig. Daher führen die Statistischen Ämter des Bundes und der Länder alle zehn Jahre den Zensus durch. Ursprünglich sollte der Zensus vergangenes Jahr stattfinden, wurde aber pandemiebedingt auf 2022 verschoben.

Obwohl der Zensus als „große Volkszählung“ bekannt ist, muss dafür nicht jeder Einwohner einzeln befragt werden. Die Mehrheit der Bevölkerung muss selbst keine Auskunft leisten, da in Deutschland ein sogenannter registergestützter Zensus durchgeführt wird und die Daten somit in erster Linie aus Verwaltungsregistern stammen.

Bundesweit nehmen nur rund zehn Prozent der Bevölkerung an einem kurzen Interview durch Erhebungsbeauftragte teil. Diese Stichprobenbefragung ist notwendig, um etwaige Ungenauigkeiten der Melderegister festzustellen und um Daten zu erheben, die nicht in den Registern vorliegen, wie zum Beispiel Angaben zu Bildung und Ausbildung oder zu Erwerbstätigkeit. Alle zur Befragung ausgewählten Personen sind zur Auskunft verpflichtet, teilt der Landkreis in seiner Pressemitteilung mit.

Die Ergebnisse des Zensus sind die Grundlage dafür, wie viel Geld Städte und Gemeinden in Zukunft durch den Lander- und den kommunalen Finanzausgleich sowie durch EU-Fördermittel zugewiesen bekommen. Auch die Einteilung der Wahlkreise und die Stimmenverteilung im Bundesrat orientieren sich an der amtlichen, durch den Zensus ermittelten Einwohnerzahl.  red/tk

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