Wetterdienst warnt – IG Bau gibt Ratschläge für "Draußen-Jobber"

Das ist die Kehrseite der Hitze: Waldbrände und UV-Risiko

In der Hitze viel trinken und ausreichend Sonnencreme auftragen: Dies gilt auch für Tim Fuchs (Foto). Der 21-jährige Korbacher studiert Bauingenieurwesen an der Uni Kassel und macht parallel eine Ausbildung zum Straßenbauer bei der Korbacher Baufirma Rohde, die derzeit in Kassel im Einsatz ist.

Waldeck-Frankenberg. Sommer, Sonne und Temperaturen über 30 Grad: Die Hitzewelle erreicht in dieser Woche ihren vorläufigen Höhepunkt. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat nach Dienstag auch für den heutigen Mittwoch eine Hitzewarnung für den Landkreis Waldeck-Frankenberg herausgegeben.

Bis zu einer Höhe von 600 Metern wird eine starke Wärmebelastung erwartet. Meteorologen verstehen darunter eine „Gefühlte Temperatur“ von über 32 Grad an mindestens zwei Tagen in Folge und bei nur geringerer nächtlicher Abkühlung.

Der Deutsche Wetterdienst weist auch darauf hin, dass in weiten Teilen Hessens eine mittlere bis hohe Waldbrandgefahr gilt, die bis zum kommenden Wochenende gebietsweise auch noch zunimmt.

Das Hessische Umweltministerium hat darüber hinaus die erste von zwei Alarmstufen (Alarmstufe A) für die Forstverwaltung in Hessen ausgelöst. Damit wird unter anderem sichergestellt, dass die besonders gefährdeten Waldbereiche verstärkt überwacht werden. In besonders brandgefährdeten Waldgebieten und Waldrandbereichen kann es daher zur Schließung von Grillstellen kommen. Auch die vorübergehende Sperrung von Waldwegen und Waldflächen ist nicht ausgeschlossen.

Natürlich sorgt die Hitze bei vielen Frei- und Strandbadbesuchern im Landkreis auch für beste Stimmung. Menschen, die derzeit draußen arbeiten, machen die hohen Temperaturen aber auch zu schaffen. Die IG BAU warnt daher Beschäftigte in Waldeck-Frankenberg vor einem hohen UV-Risiko. „Von der Landschaftsgärtnerin über den Straßenbauer bis zum Dachdecker sind dies 4500 Menschen, die hier im Kreis draußen auf dem Bau und in der Landwirtschaft arbeiten“, sagt Klaus Michalak von der IG BAU Nordhessen. Er empfiehlt deshalb, sich ausreichend vor der Einstrahlung zu schützen und viel Wasser zu trinken.

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