Seit 1957 drohen Punkte in Flensburg

60 Jahre Verkehrssünderkartei: Das waren die schnellsten Raser in Waldeck-Frankenberg 

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Sortiert Akten in einem Regal: Eine Mitarbeiterin des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) in Flensburg. In den Gebäuden des KBA werden neben den Daten der Führerscheinbesitzer auch die „Punkte“ verwaltet.

Waldeck-Frankenberg. 60 Jahre Verkehrssünderkartei: Am 16. Juli 1957 führte der Bundestag das Verkehrszentralregister ein. Seither werden die Daten von Verkehrssündern zentral in Flensburg gesammelt. Auch aus Waldeck-Frankenberg.

Das war teuer: Weil ein Autofahrer aus dem Raum Frankenberg am 23. Mai dieses Jahres bei einer Verkehrskontrolle auf der Korbacher Umgehungsstraße mit 168 km/h erwischt wurde, musste er 440 Euro Bußgeld zahlen. Und er bekam zwei Punkte in Flensburg und zwei Monate Fahrverbot. Der Mann fuhr bei erlaubten 100 km/h nach Toleranzabzug immer noch 68 Stundenkilometer zu schnell.

Strafen wie diese werden seit 60 Jahren im Verkehrszentralregister – heute: Fahreignungsregister – in Flensburg dokumentiert. Und das Beispiel ist in der Region kein Einzelfall. So wurde ein Autofahrer auf der Bundesstraße 253 in Höhe der Jägersburg in Bad Wildungen bei erlaubten 70 km/h mit 153 km/h geblitzt – das sind 83 Stundenkilometer mehr als erlaubt. Ähnlich schnell fuhr jemand auf der Bundesstraße 251 bei Sachsenhausen: Der Fahrer war mit 176 km/h auf der Straße unterwegs, erlaubt sind 100. (lew)

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