WLZ/FZ-Redewendung vom 14. August 2010

„Jemandem den Garaus machen“

- Die Bedeutung dieses Sprichwortes war ursprünglich nicht so negativ beladen, wie es den heutigen Anschein hat – wobei das 
Ende des Ausschanks im Wirtshaus auf den ein oder anderen sicherlich eine deprimierende Wirkung (gehabt) haben dürfte.(den) „Jemandem den Garaus machen“ lässt sich nach 
Krüger-Lorenzen auf die Sitte in Nürnberger und Regensburger Schänken zurückführen, die Polizeistunde mit „Garaus-Rufen“ anzukündigen.

Zusätzlich existierte sogar eine „Garaus-Glocke“, die das Ende des Tages offiziell ankündigte. Bei dem Wort „Garaus“ handelt es sich um eine Zusammensetzung von „Gar“ und „aus“. Wer im Wirtshaus im 15. Jahrhundert den Zechbruder zum Austrinken bewegen wollte, der prostete ihm zu und rief „Gar aus!“, „Trink vollständig aus!“ Wer heute jemandem den „Garaus machen“ will, der möchte ihn töten oder umbringen.

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