WLZ/FZ Redewendung vom 25. September

„Jemanden auf den Blocksberg wünschen“

- (akk) Die Redewendungen „Jemanden auf den Blocksberg wünschen“, „Hol‘ ihn die Pest, zum Kuckuck!“ oder „ins Land, wo der Pfeffer wächst“ haben die gleiche Bedeutung.

Der Blocksberg auf dem Harz wurde 1540 in einem Hexenprozess als Treffpunkt von furchteinflößenden Höllengeistern und Brockengespenstern bezeichnet. Dieser Ort galt als beängstigender Tanzplatz von Hexen und Teufeln (nach Krüger-Lorenzen). Mephisto in Faust II (Johann Wolfgang von Goethe) ist dagegen froh, in der Walpurgisnacht mit den Hexen gemeinsam zu tanzen: „Denn wenn es keine Hexen gäbe, Wer, Teufel, möchte Teufel sein!“ Wer heute jemanden auf den Blocksberg wünscht, verflucht oder verwünscht ihn. Er möchte denjenigen am liebsten weit weg sehen, nämlich in Gesellschaft von Hexen und Teufeln.

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