Waldeck-Frankenberg

Jens Deutschendorf zum Ersten Kreisbeigeordneten gewählt / Bildergalerie

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- Waldeck-Frankenberg (lb/tk). Jens Deutschendorf (Grüne) ist neuer hauptamtlicher Erster Kreisbeigeordneter des Landkreises Waldeck-Frankenberg. Mit der Mehrheit von SPD, Grünen und Linken ist der 34-jährige Diplom-Ingenieur für Stadtplanung am Montag durch den Kreistag gewählt worden. Als weitere Bewerber standen Dittmar Knittel (von der FDP vorgeschlagen), Dr. Thomas Stumpf (Vorschlag der Piraten), Dr. Eckhard Jedicke (Vorschlag der Freien Wähler) zur Auswahl.

Im ersten Wahlgang hat keiner der Kandidaten die erforderliche Mehrheit der Stimmen erhalten.Der zweite Durchgang endete mit einem Unentschieden. Der von SPD und Grünen unterstützte Jens Deutschendorf bekam im ersten Wahlgang 35, Dittmar Knittel 30 Stimmen. Im zweiten Wahlgang erhielt jeder der beiden Kandidaten 35 Stimmen. Ein Abgeordneter stimmte mit Nein. Nach der Auszählung und vor dem entscheidenden dritten Wahlgang hat die SPD-Fraktion eine Sitzungsunterbrechung beantragt. Gewählt ist, wer mindestens die Hälfte der Stimmen der 71 Kreistagsabgeordneten erhält.

Deutschendorf galt schon im Vorfeld als klarer Favorit für die Nachfolge des im Mai vorzeitig abgewählten Ersten Kreisbeigeordneten Peter Niederstraßer (Freie Wähler). Mehrheitlich hatte der Wahlvorbereitungsausschuss vor zwei Wochen eine entsprechende Empfehlung für den von den Grünen nominierten Kandidaten ausgesprochen. Insgesamt waren acht Bewerbungen eingegangen. Drei Bewerber lehnte der Ausschuss ab, weitere vier ließ er zu. Darunter der frühere Chef der Polizeidirektion Waldeck-Frankenberg, Dittmar Knittel (56), Regierungsdirektor Dr. Thomas Stumpf (57) aus dem Bonner Bundesfinanzministerium und Dr. Eckhard Jedicke (49), Experte für Regional- und Naturschutzplanung aus Bad Arolsen sowie der Leiter der Kasseler Stadtbibliothek, früher Referent des Oberbürgermeisters Georg Lewandowski (CDU), Stephan Kaiser (47).

Kritik übte die Opposition an dem Auswahlverfahren: Schon das Anforderungsprofil der öffentlichen Ausschreibung sei mehr als offensichtlich auf Deutschendorf zugeschnitten, hieß es zuletzt von der FDP, die an der Qualifikation des Grünen-Kandidaten zweifelte.

Deutschendorf trat mit 17 bei den Grünen ein und ist seit 2004 einer von zwei Kreisvorsitzenden der Partei. Für die Grünen saß er bislang auch im Kreistag. Zuletzt arbeitete der 34-Jährige als wissenschaftlicher Mitarbeiter für die Grünen-Bundestagsabgeordnete Nicole Maisch. Die Wahlzeit für den hauptamtlichen Ersten Kreisbeigeordneten beträgt sechs Jahre. Die Stelle ist nach Besoldungsgruppe B 5 ausgewiesen. Daneben wird eine Aufwandsentschädigung gezahlt.

Mehr lesen Sie in der Zeitungsausgabe vom Dienstag, 16. August.

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