40. Delegiertenversammlung in Wetterburg

Jugendwehren fehlen die Betreuer

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Bei der 40. Delegiertenversammlung der Kreisjugendfeuerwehr in Wetterburg wurden Florianmedaillen in Silber und Gold an Männer und Frauen verliehen, die sich für die Jugendarbeit engagieren. Unser Bild zeigt sie mit dem Kreisjugendfeuerwehrwart Markus Potthof (.v.l.). Neben ihm Erster Kreisbeigeordneter Jens Deutschendorf, Bürgermeister Jürgen van der Horst und der stellvertretende Präsident des Landesfeuerwehrverbandes, Dr. Christoph Weltecke.

 Mit 400 der derzeit 1424 Jugendfeuerwehrleuten aus dem Kreis Waldeck-Frankenberg war die Twisteseehalle Wetterburg so gut wie voll besetzt. Bei der 40. Delegiertenversammlung zog der Kreisjugendwart Markus Potthof (Welleringhausen) eine Bilanz mit Licht und Schatten.

Die Mitgliederzahlen sind um 19 Jungen und Mädchen gesunken, angesichts der üblichen Fluktuation kein Grund zur Besorgnis. In zehn von insgesamt 22 Großgemeinden wurden neue Mitglieder gewonnen.

Mit 360 000 Euro unterstützt die Landesregierung die Werbemaßnahmen. Alarmierend sei der Rückgang bei den Betreuern: von 281 im vorvorigen Jahr sind noch 227 im Einsatz.

 Potthof forderte die Einsatzabteilungen und Kameradschaftsvereine, die Arbeit in den Jugendwehren zu unterstützen: „Das ist eine Gemeinschaftsaufgabe“.

Schließlich bildeten die Jugendgruppen wichtige Säulen für die Einsatzabteilungen. Allerdings seien Jugendwarte durch weitere Funktionen bei den Aktiven stark gefordert.

Der Neubau des Jugendfeuerwehr-Ausbildungszentrums in Marburg-Cappel für 7,5 Millionen Euro bedeute eine weitere Verbesserung der Jugendarbeit. Die Kritik des Rechnungshofes an der Investition sei zurückgewiesen worden.

„Wir legen uns weiter mit dem Rechnungshof an, damit die Arbeit der Feuerwehr auch weiterhin unterstützt werden kann“, sagte der Landtagsabgeordnete Armin Schwarz. So müssten weitere Anreize gegeben werden, um das Ehrenamt zu fördern. Angesichts des Rückgangs der an Einwohnern um 17 000 in den vergangenen 20 Jahren im Kreisgebiet, sei die Zahl der Jugendfeuerwehrmitglieder erfreulich stabil geblieben.

Derzeit sind in ganz Hessen 500 000 Menschen in den Feuerwehren aktiv, wie der stellvertretende Präsident des Landesfeuerwehrverbandes, Dr. Christoph Weltecke, berichtet. Deren Arbeit im Brandschutz werde durch die Jugendwehren langfristig gesichert.

Das Kreisjugendzeltlager wird in diesem Jahr ausfallen, weil sich kein Ausrichter gefunden hat. Zwar ist eine Meldung noch möglich, so Potthof, doch wird es wohl bei einem Wettbewerbstag bleiben.

 Noch heute schwärmen die Aktiven von dem Zeltlager in Volkmarsen mit 1300 Jugendlichen. 100 Teams haben im Löschangriff bei den Übungen mitgemacht: „Das war der mit Abstand größte Wettbewerb für Jugendwehren in Deutschland 2015“, sagte Potthof.. Die Delegiertenversammlung 2017 findet in Gemünden statt. 2018 ist die Feuerwehr in Willingen Gastgeberin.  (ah)

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