Betriebsausflug endet bei der Mehlener Ederbrücke

Kanu kentert: Feuerwehr rettet eingeklemmten Mann

Edertal-Mehlen - Ein mit drei Insassen besetztes Kanu kenterte am Samstagnachmittag unterhalb der Mehlener Ederbrücke. Einsatzkräfte der Feuerwehr retteten einen 55 Jahre alten Mann, der zwischen dem Kanu und einem Baum eingeklemmt war. Wegen des Wasserdrucks konnte er sich nicht aus eigenen Kräften aus seiner misslichen Lage befreien.

Die drei Insassen gehörten zu einer 17-köpfigen Gruppe aus Schwalmstadt, die eine gemeinsame Kanufahrt als Betriebsausflug unternahm. Das Unglückskanu, in dem ein zwölfjähriger Junge, dessen 39 Jahre alter Vater und der 55 Jahre alte Großvater saßen, trieb nicht auf der Flussmitte abwärts sondern steuerte nach links in einen Seitenarm der Eder. Dort prallte es um kurz nach 14 Uhr gegen einen Baumstamm, der im Wasser lag, berichtete die Bad Wildunger Polizei.

Der Junge rettete sich auf den Baumstamm, und auch dessen Vater gelangte ohne fremde Hilfe in Sicherheit. Der Großvater versuchte unterdessen, das Kanu wieder flott zu machen und klemmte sich dabei bei starker Strömung mit den Füßen zwischen Baum und Kanu ein.

Begleiter in einem anderen Kanu setzten einen Notruf ab. Die Leitstelle alarmierte die Feuerwehren aus Hemfurth-Edersee, Affoldern, Mehlen und Bergheim-Giflitz, die mit 25 Einsatzkräften ausrückten. Die Rettungskräfte mussten sich zunächst einen Weg freischneiden durch den zugewachsenen Ufergürtel, um an den Seitenarm zu gelangen. Die starke Strömung erschwerte die Rettung, erläuterte Gemeindebrandinspektor Manfred Hankel als Einsatzleiter. Der Chef der Edertaler Brandschützer, der beruflich bei der E.ON in Hemfurth arbeitet, veranlasste dort die Drosselung der Wasserabgabe von 24 auf 6 Kubikmeter pro Sekunde. Mit Wasserrettungssägen und Motorsägen wurde der 51-Jährige befreit. Der Mann, der etwa eine Stunde im kalten Ederwasser ausharrte, wurde vorsorglich ins Krankenhaus eingeliefert. Die anderen Teilnehmer des Kanuausflugs kamen mit dem Schrecken davon. (höh)

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