Unklar, wie lange Stubentiger ohne Wasser und Fressen überlebte

Katze in Marderfalle gefangen: Durch Gejammer aufmerksam geworden

Waldeck-Frankenberg. Streunende Katzen leben gefährlich. Nicht nur der Straßenverkehr, sondern auch Marderfallen können ihnen zum Verhängnis werden.

Ein Fall aus einer Korbacher Nachbargemeinde: Dort fand die Besitzerin ihren einjährigen Stubentiger in einer Marderfalle wieder, die im Kellerraum eines nur wenige Meter vom Zuhause der Katze entfernten Grundstücks aufgestellt gewesen war.

Wie lange das Tier dort gefangen war, lässt sich nicht genau ermitteln. Katzen können sehr lange ohne Nahrung und Wasser auskommen. Die Samtpfote, die mit Katzenjammer auf ihre missliche Lage aufmerksam machte, hat es überlebt.

Fest steht aber auch, dass jemand, der eine solche Lebendfalle aufstellt, sei es im Freien, in einem Kellerraum oder in einer Scheune, die Berechtigung dafür durch den Besuch eines entsprechenden Lehrgangs nachweisen muss.

Dazu gehört auch das Wissen, dass eine solche Falle mindestens zweimal am Tag, empfohlenerweise sogar dreimal am Tag zu kontrollieren ist, um genau solche Fälle zu vermeiden, erklärt Tobias Brun, Lehrgangsleiter für die Jägerausbildung bei der Waldeckischen Jägerschaft. Wer dieser Kontrollpflicht nicht nachkommt, verstößt gegen Landes- und Bundesjagdrecht. Und auch in diesem Fall gelte der Grundsatz: „Unwissenheit schützt nicht vor Strafe“, betont Brun. (tk)

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