Waldeck-Frankenberg

Kaum noch Auswahl für Arbeitgeber

- Waldeck-Frankenberg (nv). „Ohne Umleitung geradewegs in die Sonne“: Während sich Autofahrer in Waldeck-Frankenberg derzeit vielerorts über Umwege wegen Straßenbauarbeiten ärgern, freut sich Arbeitsagenturchef Uwe Kemper über einen gradlinigen Talfahrt am Arbeitsmarkt.

Dass es auch am Arbeitsmarkt nach wie vor Baustellen gibt, daraus macht Kemper kein Geheimnis. Im April überwiegen allerdings die guten Nachrichten: Die Agentur Korbach zählt 4327 Arbeitslose und damit 334 weniger als im März (minus 7,2 Prozent). Gegenüber dem Vorjahresmonat reduziert sich die Zahl der Erwerbslosen um 1131 (minus 20,7 Prozent). Die Arbeitslosenquote fällt im Vergleich zum März von 5,5 auf 5,1 Prozent (April 2010: 6,5 Prozent). Damit erreicht sie laut Kemper den besten April-Wert seit 1998. Diese Talfahrt sei für diejenigen, die noch nicht in den Arbeitsmarkt integriert seien, „ein starkes Signal, nicht mutlos zu werden“, betont der Experte.

Werden diejenigen hinzu genommen, die beispielsweise in Arbeitsbeschaffungs- und Trainingsprogrammen untergebracht sind, beläuft sich die Zahl der Unterbeschäftigten insgesamt auf 5570 Waldeck-Frankenberger (März 2011: 5845). Die April-Quote liegt in diesem Fall bei 7,0 Prozent (März 2011: 7,3 Prozent). Die Arbeitsagentur weist diese Zahlen zusätzlich aus, da ihr häufig vorgeworfen wird, die Statistik zu schönen. Personen in oben genannten Maßnahmen fallen nicht unter die gesetzlich definierten Arbeitslosen. Zurückgegangen ist die Arbeitslosigkeit in beiden Rechtskreisen, allerdings profitieren die von der Arbeitsagentur betreuten Erwerbstätigen von der anhaltenden Frühjahrsbelebung mehr als die Langzeitarbeitslosen, für die das Jobcenter verantwortlich zeichnet: Sozialgesetzbuch III: Die Agentur für Arbeit betreut derzeit 1608 Arbeitslose. Das sind 235 weniger (minus 12,8 Prozent) als im März und 482 (minus 23,1 Prozent) weniger als im April 2010.Sozialgesetzbuch II: Das Jobcenter zählte im April 2719 Personen und damit 99 weniger (minus 3,5 Prozent)als im März und 649 weniger (minus 19,3 Prozent) als im Vorjahresmonat.

Mehr lesen Sie in der WLZ-FZ vom Freitag, 29. April

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