Waldeck-Frankenberg.

Keine Spur von der Schweinegrippe

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- Waldeck-Frankenberg (lb). Die wieder aufgeflammte Schweinegrippe macht vielen Sorge. Einen aktuellen Fall gibt es im Landkreis aber noch nicht. Schutz vor einer Influenza bietet die rechtzeitige Impfung.

Die Grippeaktivität in Deutschland steigt weiter an, vermeldet das Robert-Koch-Institut im aktuellen Lagebericht. Die Aktivität der akuten Atemwegserkrankungen wie Bronchitis oder Lungenentzündung ist in Nordhessen zum Teil stark erhöht. Sie gilt zusammen mit weiteren Labordaten als Gradmesser für die Grippe-Wahrscheinlichkeit: In Regionen, in denen viele akute Atemwegserkrankungen auftreten, muss auch vermehrt mit Influenza-Infektionen gerechnet werden.

Hessenweit sind seit Oktober 2010 insgesamt 15 Schweinegrippefälle gemeldet worden, davon allein im Dezember elf Fälle. Im Landkreis Waldeck-Frankenberg sind im gleichen Zeitraum keine Infektionen mit dem sogenannten H1N1-Virus bekannt geworden, wie das Gesundheitsamt auf WLZ-FZ-Nachfrage mitteilt. Schweinegrippe ist derzeit nur noch meldepflichtig, wenn der Virus im Labortest nachgewiesen wurde. Grund zur Panik gibt es nach Einschätzung des Fachdienstes Gesundheit des Landkreises also nicht.

Ohnehin hätten die Erfahrungen aus der letzten Pandemie gezeigt: „Die Schweinegrippe verläuft in der Regel weniger gravierend als die saiso­nale Grippe“, so Dr. Willi Mumenthaler. Der Amtsarzt empfiehlt dennoch eine Impfung, insbesondere auch Schwangere sollten sich die Spritze mit dem Serum geben lassen. „Der Schutz gegen den H1N1-Virus ist in den Grippeschutz, der jetzt verimpft wird, integriert. Eine besondere Impfung gegen Schweinegrippe ist anders als im vergangenen Jahr also nicht mehr nötig“, erklärt Mumenthaler.

Mehr lesen Sie in der WLZ-FZ vom Samstag, 8. Januar.

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