Waldeck-Frankenberg

Kellerwald-Bummel in Berlin

- Waldeck-Frankenberg/Berlin (höh). Der Nationalpark Kellerwald-Edersee präsentiert sich mit der Ausstellung „Weltnaturerbe Buchenwälder“ auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin.

Die Ausstellung „Weltnaturerbe Buchenwälder“ ist vom 15. bis zum 25. Januar in der Bundeshauptstadt zu sehen. Sie ist einem alten Buchenwald nachempfunden. Besucher bewegen sich zwischen mächtigen „Buchenstämmen“. Über ihren Köpfen wechselt das Kronendach mit den Jahreszeiten sein Aussehen. „Mit dieser Ausstellung möchten wir nicht nur über die europäischen Rotbuchenwälder, deren Geschichte und ökologische und biologische Vielfalt berichten, sondern einen „Wow-Effekt“ erzeugen“, so Nationalparkleiter Manfred Bauer. Die Ausstellung wurde vom Nationalparkamt konzipiert und in der Region entwickelt und gebaut. Sie ist Teil der Öffentlichkeitskampagne „Weltnaturerbe Buchenwälder“. Gemeinsam mit dem Keller­wald stehen Teilgebiete der Nationalparke Jasmund und Müritz (Mecklenburg-Vorpommern), Hainich (Thüringen) und das Waldgebiet Grumsin im Biosphärenreservat Schorfheide-­­Chorin auf der Vorschlagsliste der Unesco und bewerben sich um die Anerkennung zum Weltnaturerbe „Alte Buchenwälder Deutschlands“. Mitarbeiter der fünf Großschutzgebiete betreuen während der Grünen Woche die Ausstellung.Sie ist mehrsprachig (Deutsch, Englisch, Spanisch, Russisch) und soll gleichsam Event und Informationsstätte sein. Erstmals bei der Internationalen Naturschutzkonferenz im Jahr 2008 im Bundesministerium für Umwelt in Bonn gezeigt, fand sie bei den Delegierten aus über 180 Vertragsstaaten große­ Resonanz. Auch im Foyer des Hessischen Landtags in Wiesbaden warb sie für den Kellerwald. 2009 kam sie mit der Wiedereröffnung der umgebauten Wandelhalle zurück in die Region. Weitere Stationen waren die Bundesgartenschau in Schwerin und Neustrelitz. Anfragen aus dem Ausland liegen für die 80 Quadratmeter große Ausstellung ebenfalls vor, freut sich Nationalparkleiter Bauer. Integriert sind interaktive Exponate: Gemütlich im „Laubhaufen“ sitzend genießt der Besucher das „Buchenkino“, an der „Buchenbar“ kann er sich mit einem Blick in eine Baumhöhle ein Bild über die biologische Vielfalt des Buchenwaldes machen. Das „Buchenbuch“ lädt ein zum Stöbern, das „Buchen­xylofon“ erklingt. Botschaften über den Buchenwald werden echoartig und mehrsprachig verbreitet. Und der Wald ist sogar vernetzt: Über die „Buchenpost“ können Mails an Freunde und Verwandte verschickt werden.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare