Fest in Mandern nimmt gewaltätigen Verlauf - Ursache unklar

Kirmes: Verletzte durch Schlägertrupp

Mandern - Ein Schlägertrupp bestehend aus zehn bis zwölf Männern im Alter von 18 - 25 Jahren schlug am Samstagmorgen um 2.50 Uhr wahllos auf eine Abordnung der Manderner Kirmesburschen und Gäste ein. Mehrere Personen wurden dabei verletzt. Die Hintergründe der Gewalttat ist noch unklar.

Der 25-jährige Kirmesvater bekam gegen 2.30 Uhr den Hinweis, dass sich eine Gruppe von jungen Männern im Ort zusammenrottet. Schnell suchte er sich seine Helfer zusammen und ging der Gruppe entgegen. Um 2.50 Uhr trafendie beiden Trupps vor dem Festgelände aufeinander. Die Schlichtungsversuche des Kirmesvaters schlugen allerdings fehl und die noch unbekannten Schläger droschen wahllos auf die Helfer ein und verletzten etliche. Sechs haben sich bislang bei der Bad Wildunger Polizei gemeldet.

Der Rädelsführer zückte sogar ein großes Messer und bedrohte damit die Kirmesburschen. Glücklicherweise steckte er diese Waffe wieder ein. Eine Vielzahl von Notrufen erreichte die Polizei, die sofort mit zusätzlichen Einsatzkräften aus Fritzlar und Frankenberg zum Einsatzort eilten. Die Ermittlungen gestalten sich aber schwierig, da einige der Geschädigten bei Eintreffen der Polizei bereits mit Rettungswagen in das Krankenhaus transportiert worden waren, andere waren stark alkoholisiert oder gaben sich gar nicht erst als Geschädigte zu erkennen.

Von der Schlägertruppe fehlt bislang jede Spur. Ob es sich um eine willkürliche Tat handelte, oder aber um eine "Racheaktion" nach einer vorangegangenen Provokation, ist noch unklar. Der etwa 23 Jahre alte Wortführer der Gruppe ist vermutlich südländischer Herkunft. Er sprach türkisch oder arabisch. Er hatte einen Dreitagebart mit fein geschnittenem Rahmenbart.

Die Polizei sucht Zeugen und weitere Geschädigte. Sie fragt: Wer kann Hinweise zu den Schlägern, ihrer Herkunft oder der Motivation machen. Hinweise bitte an die Polizeistation in Bad Wildungen, Tel.: 05621-7090-0; oder an jede andere Dienststelle.

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