Plätze und Zeiten bleiben begrenzt

Öffnung der Kitas in Waldeck-Frankenberg gilt nicht für alle Kinder

Wegen Corona geschlossen: Das gilt grundsätzlich weiterhin so.
+
Wegen Corona geschlossen: Das gilt grundsätzlich weiterhin so.

Nach einer Empfehlung des Landkreises Waldeck-Frankenberg sollen ab dem 2. Juni höchstens die Hälfte aller angemeldeten Kinder in die Betreuungseinrichtungen gehen.

Viele Eltern sind enttäuscht. Das Land Hessen hatte angekündigt, dass ab dem 2. Juni ein „eingeschränkter Regelbetrieb“ in den Kindertagesstätten möglich sein werde. Doch die aktuellen Hygienevorgaben des Sozialministeriums für einen Infektionsschutz lassen einen Regelbetrieb nicht zu. Der Landkreis empfiehlt, dass höchstens die Hälfte der genehmigten Kita-Plätze belegt werden sollten. Zudem bleiben die Betreuungszeiten eingeschränkt.

Nach Pfingsten dürfen somit beispielsweise nur vorrangig Integrationskinder zurück in die Kitas, außerdem Kinder, bei denen das Jugendamt die Betreuung als unerlässlich ansieht. Die Notbetreuung von Kindern von Eltern bestimmter Berufsgruppen gilt weiterhin, aber nur für die tatsächliche Arbeitszeit der Eltern. Die Hygieneregeln für die Kitas sehen vor, dass die Kinder weiterhin möglichst wenige Kontakte haben sollen, dass sie sich nicht frei in den Fluren bewegen und Gruppen getrennt voneinander im Außenbereich spielen sollen.

Räume und Personal begrenzt

Die Räume und das Personal reichen aber nicht überall aus, um die Hinweise für Hygiene und Gesundheitsschutz für alle angemeldeten Kinder umsetzen zu können. Daher müssen die Träger der Kitas die Vorgaben selbstständig realisieren. Das bedeutet zum Beispiel für den Zweckverband evangelischer Kitas Nordwaldeck, dass Prioritäten gesetzt werden müssen. „Wenn nach der Vergabe der Plätze für die Notbetreuung weitere Plätze in unseren Einrichtungen vorhanden sind, werden wir diese restlichen Plätze auch vergeben“, kündigt Christian Rehkate, Leiter des Zweckverbandes, an. Das würde zunächst diejenigen betreffen, bei denen beide Eltern berufstätig sind, aber nicht zu einer der „systemrelevanten“ Berufs- oder Personengruppen zählen. Erst dann würden Kinder berücksichtigt, die im August eingeschult werden. Dieses Vorgehen gelte zunächst bis zum 3. Juli. Ein Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz besteht zurzeit nicht.

Die Stadt Frankenberg hat angekündigt, „die große Mehrheit der Kinder“ in den drei städtischen Kitas betreuen zu können. Dafür habe man die Gruppengröße reduziert. Zudem weiche man auf andere Räume wie zum Beispiel Turnhallen aus und es werden mehr Gruppen im Freien geschaffen.

Ab der kommenden Woche stehen auch an den Grundschulen Veränderungen an. Dann werden die Jahrgangsstufen eins bis drei nach elf Wochen wieder Unterricht in der Schule haben. 

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare