Waldeck - Frankenberg.

„Klar, dass es so nicht weitergehen darf“

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- Waldeck - Frankenberg.(lb). Das Ziel mit Blessuren erreicht: Jens Deutschendorf tritt am 1. September das Amt als Erster Kreisbeigeordneter an. Welche Dezernate er dann übernimmt, entscheidet Landrat Dr. Reinhard Kubat.

„Die größte Anspannung ist jetzt weg. Jetzt überwiegt die Freude, dass es geklappt hat und die Vorfreude auf meine Aufgabe“, sagt Deutschendorf am Morgen nach der Wahl am Telefon. Seine Stimme klingt erschöpft, immer wieder muss er nach den passenden Worten suchen. Der 34-Jährige sitzt gerade mit der Familie am Frühstückstisch und lässt die aufwühlenden Geschehnisse vom Montag sacken.

Am Tag zuvor: Ein Patt im zweiten Wahldurchgang. Von vier Bewerbern sind noch Jens Deutschendorf und Dittmar Knittel im Rennen, auf beide entfallen jeweils 35 Stimmen. Versteinerte Mienen bei den Koalitionären – mindestens einer aus ihrem Lager ist ausgeschert. Die Kreistagsabgeordnete Jutta Kahler-Wilke (SPD) kann vor Enttäuschung die Tränen kaum unterdrücken. Erst im dritten Anlauf schafft es Deutschendorf mit einer Stimme Mehrheit. Die Kernkoalition ist angezählt, der Wahlsieger geht mit Blessuren ins neue Amt.

„Ich hatte einen holprigen Start. Es ist klar, dass es so nicht weitergehen darf“, sagt Deutschendorf. Er sei sich aber sicher, dass in der inhaltlichen Arbeit die Koalition wieder Geschlossenheit zeige: „Es hat sich an der personellen Frage zugespitzt. Wir werden jetzt versuchen, die Probleme hinter uns zu lassen“, so der Grünen-Politiker.

In gut zwei Wochen, am 1. September, wird Jens Deutschendorf sein Amt offiziell antreten.

Mehr lesen Sie in der WLZ-FZ vom Mittwoch, 17. August

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