Ederbringhausen

Klassen kehren auf Hessenstein zurück

- Vöhl-Ederbringhausen (resa). Die Gäste kehren auf den Hessenstein zurück: Seit einem Jahr läuft die Herberge unter dem Dach von Landkreis, NABU und Kreishandwerkerschaft. „Mit Erfolg“, freut sich Herbergsmutter Stefanie Huwald.

Der Weg zur Burg ist ein Abenteuer: Über eine Puckelpiste führt er mitten durch den Wald und endet plötzlich vor dem stolzen Gemäuer. Allen Unkenrufen zum Trotz finden immer mehr Menschen hierher zurück. Als das Deutsche Jugendherbergswerk (DJH) vor fast zwei Jahren ganz plötzlich den Pachtvertrag kündigte, war die Zukunft der ältesten hessischen Herberge völlig ungewiss. Am 19. Januar 2008 bekam ein Bündnis aus Landkreis, Naturschutzbund und Kreishandwerkerschaft den Zuschlag, zwei Monate später wurde der neue Pachtvertrag unterschrieben. Seit einem Jahr führt Hausmutter Stefanie Huwald nun die Geschäfte auf der Burg. „Und wir sind sehr zufrieden“, sagt sie. Ein hartes Stück Arbeit liegt hinter ihr unter dem Burg-Team. Denn das DJH hatte seine Kunden von der Schließung der Herberge informiert. „Wir sind nun immer noch dabei, die Gäste zurückzugewinnen“, sagt Huwald. Sämliche Schulen der Region wurden angeschrieben, alte Stammkunden ausfindig gemacht. „Im vergangenen Jahr hatten wir schwer zu kämpfen“, erinnert sich die Herbergsmutter, „aber das hatten wir auch nicht anders erwartet“.Mit einem saftigen Minus wurde das Jahr 2008 abgeschlossen, die Bündnispartner nahmen Kredite auf. Nur rund 4000 Übernachtungen schlugen in sieben Monaten zu Buche. „Weil wir aber immer präsenter werden, kehren die Schulklassen auf den Hessenstein zurück“, freut sich Stefanie Huwald nun, „unsere Stammgäste sind alle wieder da“. Mit rund 14 500 Übernachtungen rechnet sie für dieses Jahr – noch 5500 weniger als zu besten DJH-Zeiten. „Aber wir sind auf einem guten Weg“, betont Stefanie Huwald.

Mehr dazu lesen Sie in der Waldeckischen Landeszeitung und der Frankenberger Zeitung von Samstag, 1. August 2009.

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