Unterschlupf für stachelige Winterschläfer: Naturnahe Gärten sind der beste Schutz

Kleine Igel in Ruhe lassen

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Drei junge Igel im Garten von Marga Frese aus Höringhausen.

Waldeck-Frankenberg. Auch wenn sie noch so süß sind und hilflos wirken: Kleine Igel, die man im Herbst im Garten sieht, sollten auf keinen Fall sofort aufgenommen werden. Das empfiehlt der Naturschutzbund (NABU). Die meisten Tiere sind nicht hilfebedürftig.

Gleich drei junge Igel tummelten sich in ihrem Garten: Marga Frese aus Höringhausen entdeckte die stacheligen Tiere zwischen Büschen und Sträuchern. „Dort hatten sie sich einige Blätter zusammengehäufelt“, sagt Frese. Das Nahrungsangebot für die Igel wird in diesen Tagen deutlich knapper, die Alttiere beginnen ihr Winternest zu bauen und Jungigel versuchen noch weiter an Gewicht zuzulegen. Sie können bis zu 50 Gramm am Tag zunehmen.

Wie Sie mit wenigen Mitteln ein Igelhaus bauen können, erklärt Ihnen NABU-Experte Julian Heiermann in diesem Video:

Wer Igel fit für den Winter machen will, sollte vielmehr seinen Garten fit für Igel machen, denn Gärten sind für die stacheligen Tiere wichtige Lebensräume. Dazu gehören Unterschlupf- und Nistmöglichkeiten wie niedriges Buschwerk, Laub- und Reisighaufen.

Das ideale Winterquartier besteht aus einem Haufen aus totem Holz, Reisig und Laub. Schon eine verwilderte Ecke reicht aus, um einen kleinen Lebensraum für Igel zu schaffen. Dort finden die stacheligen Tiere genügend Käfer, Regenwürmer, Schnecken und Spinnen. Wer handwerklich geschickt ist, kann auch eine kleine Igelburg aus Holz bauen. Anleitungen dazu gibt es im Internet.

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