Waldeck-Frankenberg

Koalition: Zwei Posten überflüssig

- Waldeck-Frankenberg (lb). SPD und Grüne halten den Bürgerbeauftragten des Landkreises Friedrich-Wilhelm Tewes (Diemelstadt, CDU) und den Beauftragten für Landwirtschaft und Verbraucherschutz Fritz Schäfer (Vöhl, CDU) für überflüssig Beide ehrenamtlichen Posten sollen deshalb abgeschafft werden. Das sieht ein Antrag der Koalition für die Kreistagssitzung am Mittwoch vor.

Konkret geht es um eine Änderung der Entschädigungssatzung des Landkreises für Ehrenamtliche. Der Verbraucherschutzbeauftragte erhält bislang für seine ehrenamtliche Arbeit neben Verdienstausfall und Fahrtkosten einen monatlichen Pauschalbetrag von 315 Euro, der Bürgerbeauftragte von 170 Euro. Diese Positionen sollen gestrichen werden. „Der Bürgerbeauftragte hat sich nicht bewährt“, begründet SPD-Fraktionschef Reinhard Kahl den Antrag gegenüber der WLZ-FZ. Fritz Schäfer habe indes seine Arbeit gut gemacht, sagt Kahl. Der Fraktionschef verweist aber darauf, dass Landrat Dr. Reinhard Kubat die Kreisverwaltung neu aufstellen wolle: „Den Fragen des ländlichen Raums und des Verbraucherschutzes wird künftig ein höherer Stellenwert zugemessen, als es mit einem Beauftragten zurzeit möglich ist. Dieser Themenbereich wird zu einem Schwerpunkt von Kubats Arbeit.“

Die CDU sieht das naturgemäß anders: Gerade Fritz Schäfer habe sich in den vergangenen fünf Jahren sehr bewährt.Fraktionsvorsitzender Christian Engelhardt: „Dem Verbraucherschutzbeauftragten Fritz Schäfer ist der Brückenschlag zwischen Verbrauchern, berufsständischen Organisationen und dem Landkreis gelungen.“ So sei gerade vor dem Hintergrund der Lebensmittelskandale der Verbraucherschutzbeauftragte ein wichtiger Ansprechpartner. Schließlich habe Schäfer auch bei der Organisation der Direktvermarkter und deren einheitlichem Auftritt eine wichtige Rolle gespielt.

Mehr lesen Sie in der WLZ-FZ vom Dienstag, 21.Juni

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