Kommentar: Jörg Kleine über den schwarzen Freitag von Paris

Es lebe die Freiheit

Freitag der 13. hätte schlimmer kaum sein können als dieser schwarze Freitag von Paris.

Die westliche Welt ist erschüttert, Millionen Menschen teilen das Leid der Franzosen – denn dieser Anschlag galt allen Staaten und Gesellschaften, denen eine Maxime zum Elixier des Zusammenlebens geworden ist: Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit. Gerade in den Momenten der tiefen Trauer hat sich dies bewahrheitet, ob im Gedenken auf den Straßen, in den sozialen Netzwerken oder mit leuchtender Symbolik wie an der Sperrmauer des Edersees. Spätestens seit diesem schwarzen Freitag von Paris ist aber auch klar, dass Freiheit und friedliches Zusammenleben an vielen Orten in latenter Gefahr sind – auch in Deutschland. Unsere Grundwerte aber dürfen daran nicht zerbrechen: Ein Staat, eine demokratische Gesellschaft darf nicht erpressbar sein. Gerade dies hat auch ein anderer Trauerfall dieser Tage vor Augen geführt – der Tod des Altkanzlers Helmut Schmidt, der so unnachgiebig geblieben ist im damaligen Kampf gegen den RAF-Terror. (Jörg Kleine)

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