Landkreis, Städte und Gemeinde mit 4446 Euro je Einwohner verschuldet

Kommunale Schulden: Waldeck-Frankenberg liegt unter Landesschnitt

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Kläranlagen kosten Geld: Investitionen in die Infrastruktur lassen die Schulden der Kommunen steigen.

Waldeck-Frankenberg – Die hessischen Kommunen liegen bei der Verschuldung in Deutschland unter den Flächenländern an zweiter Stelle.

Insgesamt standen die Städte, Gemeinden und Landkreise in Hessen Ende 2017 mit 32,3 Milliarden Euro in der Kreide, wie das Statistische Bundesamt und Landesamt in Wiesbaden gemeinsam mitteilten. Das entspricht einer Verschuldung von 5189 Euro je Einwohner.

Im Landkreis Waldeck-Frankenberg lag die Pro-Kopf-Verschuldung der Kommunen und der Kreisverwaltung mit insgesamt 4446 Euro unter dem Landesschnitt. Die amtliche Statistik hat dabei nicht nur die Kernhaushalte betrachtet, sondern auch Beteiligungen beispielsweise an Energieversorgern anteilsmäßig miteinbezogen. Das soll die Vergleichbarkeit der Kommunen untereinander verbessern. Zahlen für 2018 liegen noch nicht vor.

Unter den 21 hessischen Landkreisen ist der Hochtaunuskreis (4412 Euro) am meisten verschuldet. Waldeck-Frankenberg weist eine Pro-Kopf-Verschuldung von 1684 Euro auf – inklusive Gebäudemanagement, Kreiskrankenhaus und weitere Ausgliederungen. Zum Vergleich: Im Schnitt stehen die Landkreise mit 1749 Euro in der Kreide.

2018 wird sich das Bild wieder ändern: Mit einem Minus von 21 Prozent haben die hessischen Kommunen ihre Verschuldung im Vergleich zum Vorjahr deutlich abgebaut, heißt es in einer Untersuchung der Beratungsgesellschaft Ernst & Young.

Hier hat die Hessenkasse – ein Programm des Landes zur Entschuldung – Kassenkredite von 144 Kommunen in Höhe von 3,6 Milliarden Euro übernommen. Ohne die Maßnahme wären die Schulden der Kommunen nur um 0,4 Prozent gesunken.

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