Verkauf von Holz in Waldeck-Frankenberg in neuer GmbH

Holzvermarktung: Neue Organisation nimmt Betrieb im Oktober auf

Waldeck-Frankenberg – Der Aufbau einer Vermarktungs-GmbH für das Holz aus den Kommunalwäldern stockt. Noch fehlen Vorgaben aus Wiesbaden, heißt es von der Domanialverwaltung in Arolsen.

Das Interesse an der geplanten GmbH sei aber erfreulich, sagte Hendrik Block, stellvertretender Direktor des Domaniums. 18 künftige Gesellschafter gebe es bereits.

Die Verträge würden in den Gremien der Kommunen vorliegen. „Wir können die Gründung aber erst finalisieren, wenn wir die Rahmenbedingungen aus Wiesbaden genau kennen“, so Block. „Wenn wir zu früh anfangen, gibt es am Ende keine Zuschüsse. Das wollen wir natürlich vermeiden.“ Auch Personal- und Investitionsentscheidungen könnten deshalb noch nicht getroffen werden, sagt Dr. Günter Steiner, Chef der Domanialverwaltung.

"Wichtiger strategischer Partner am Markt"

Auch wenn die Förderung noch nicht geklärt ist: Gespräche mit möglichen Holzabnehmern laufen bereits. „Wir werden am Markt ein wichtiger strategischer Partner sein“, sagte Block in der Sitzung des Finanzausschusses des Landkreises. Dass eine „beachtliche Marktmacht“ erreicht werde, heißt es in der Sitzungsvorlage für den Kreistag. Ab Oktober solle der Betrieb der GmbH laufen. Dann wird auch der Kreiswald Viermünden angeschlossen. Das entschieden die Mitglieder des Kreistags am Montag. Rund 590 Hektar umfasst der Kreiswald.

Sitz der Kommunalwald-GmbH ist die Domanialverwaltung in Arolsen.

Derzeit plant die Arolser Domanialverwaltung, an die die Geschäftsführung der neuen Gesellschaft angebunden sein wird, mit einer Waldfläche von rund 32 000 Hektar. Das entspreche einer jährlichen Holzmenge von 180 000 bis 200 000 Festmetern, die gemeinsam vermarktet werde.

Doch dies sei nur der erste Schritt, so Hendrik Block. Der zweite sei die Beförsterung, die ebenfalls übernommen werden solle. Das Ziel: „Vom Baum pflanzen bis zum Holzverkauf“ soll die Kommunalwald-GmbH künftig alles übernehmen. 

Sie sind bereits dabei

An der Kommunalwald GmbH werden sich beteiligen: Waldeck, Bad Wildungen, Edertal, Fritzlar, Bad Arolsen, Gemünden, Battenberg, Volkmarsen, Vöhl, Frankenau, Hatzfeld, Twistetal, Korbach, Willingen, Diemelstadt, die Waldeckische Domanialverwaltung, der Landkreis Waldeck-Frankenberg sowie die Waldeckische Landesstiftung. Noch ausstehend sind Entscheidungen aus Breuna und Naumburg. Hendrik Block geht davon aus, dass sich weitere Kommunen anschließen werden. 

Rubriklistenbild: © dpa Bildfunk

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare