Lichter sollen Einkauf zum Erlebnis machen

Kommunen in Waldeck-Frankenberg zahlen Tausende Euro für Weihnachtsbeleuchtung

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Ein Mitarbeiter einer Fachfirma hängt die Weihnachtsbeleuchtung in der Korbacher Altstadt auf.

Waldeck-Frankenberg – Alle Jahre wieder ... lassen sich die Städte und Gemeinden in Waldeck-Frankenberg den festlichen Lichterglanz in der Adventszeit einiges kosten. Wir haben mal nachgefragt.

Beispiel Frankenberg: Die Stadt hat erst im vergangenen Jahr zusammen mit der Interessengemeinschaft „Verein Neustadt“ rund 60.000 Euro in neue Lichterketten und Herrnhuter Sterne für die Fußgängerzone investiert.

„Für die Weihnachtsbeleuchtung stehen im städtischen Haushalt jedes Jahr rund 16.000 Euro zur Verfügung“, teilt Florian Held, Pressesprecher der Stadt Frankenberg, mit. „Die Summe umfasst Montage, Demontage, Ersatzbeschaffungen und Reparaturen an der Weihnachtsbeleuchtung in der Fußgängerzone und der Giebelbeleuchtung in der Altstadt.“ 

Auch das Schmücken von Rathaus, Rathauskump und Weihnachtsbäumen in den Stadtteilen werde davon finanziert. Durch die Umstellung auf LED spare man Stromkosten im „deutlich vierstelligen“ Bereich, schätzt Held. „Die Frankenberger Kaufleute und Gewerbebetriebe unterstützen die Stadt auf freiwilliger Basis mit einer Spende.“

Auch in Korbach beteiligen sich die Einzelhändler und Unternehmer durch „einen freiwilligen Solidaritätsbeitrag“ an den Kosten für die Weihnachtsbeleuchtung, berichtet Werner Niederquell. Er ist Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung „Korbach Goldrichtig“, die das Equipment für die Beleuchtung beisteuert. 

Inklusive der Lichterketten für die Weihnachtsbäume in den 14 Stadtteilen fallen jährlich 30.000 bis 40.000 Euro für die Wirtschaftsförderung an. „Den Strom bezahlt die Stadt“, sagt Niederquell. Auch in Korbach wurde bereits auf LED umgestellt, um Strom und damit Geld zu sparen.

Ein Mitarbeiter einer Fachfirma hängt die Weihnachtsbeleuchtung in der Korbacher Altstadt auf.

In Bad Arolsen werden für die Beleuchtung mittlerweile ausschließlich LED-Leuchtmittel verwendet, teilte Bürgermeister Jürgen van der Horst mit. Rund 40.000 Euro kostet es die Stadt, Straßen und Plätze weihnachtlich zu beleuchten. „Beleuchtung ist ein wesentliches Element der Stadtentwicklung und -gestaltung“, sagt van der Horst. Neben ihrer funktionalen Bedeutung könne der gezielte Lichteinsatz zu einem positiven Stadtbild mit hohem Wiedererkennungswert beitragen.

„Die Illumination ist ein zentraler Baustein neben dekorativen Weihnachtsbäumen und vielen Einzelaktionen der Kaufleute, um die Stärken des stationären Handels herauszustellen“, sagt der Vorsitzende des Kaufmännischen Vereins Frankenberg, André Kreisz. 

Mit den in Frankenberg 2018 angeschafften Sternen und Lichterketten habe die Stadt „eine der modernsten und schönsten LED-Lichtanlagen Deutschlands“ verbaut, sagt Kreisz. „Sie ziert durchgängig den innerstädtischen Kernbereich und lässt den Einkauf damit noch stärker zum Erlebnis werden.“ 

Viele Kunden seien schon im Vorjahr begeistert von der beeindruckenden Kulisse gewesen. Kreisz: „Damit sind wir bestens für das Weihnachtsgeschäft 2019 präpariert und können damit auch in diesem Jahr vielen Kunden eine nette Einkaufsatmosphäre und reichlich Geschenkideen bieten.“

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