1150 Geräte werden gemeinsam bestellt - Auch einige Unternehmen dabei

Atemschutz-Kooperation im Kreis womöglich bereits ab Oktober

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Gemeinsame Sache im Landkreis: 21 Kommunen aus Waldeck-Frankenberg schließen sich dem Atemschutzverbund an. Gemeinsam werden Geräte angekauft, gewartet und gepflegt.

Waldeck-Frankenberg – Schon ab Oktober könnte es die ersten Atemschutzgeräte für die Kommunen geben, die sich dem Feuerwehrverbund auf Landkreis-Ebene anschließen.

Bis Mitte Juli die Ausschreibung, bald wird sich entscheiden, wer die Feuerwehren im Landkreis mit 1150 neuen Geräten versorgen wird.

21 von 22 Kommunen in Waldeck-Frankenberg sind dabei, lediglich die Stadt Battenberg möchte sich nicht beteiligen, berichtet Erster Kreisbeigeordneter Karl-Friedrich Frese. Für die teilnehmenden Städte und Gemeinden, den Landkreis und einige Unternehmen wie Viessmann in Allendorf, Wilke Wurstwaren in Twistetal und Smurfit Kappa in Wrexen werden 1150 Atemschutzgeräte bestellt, sagt Kreisbrandinspektor Gerhard Biederbick. Wie teuer das für die Beteiligten wird, ist noch nicht ganz klar. Bisher gibt es nur Probeberechnungen. Erst nach Ende der Ausschreibung gibt es genaue Zahlen. Fakt ist: „Es wird einen deutlichen Preisnachlass geben.“ Offiziell startet der Atemschutz-Verbund am 1. Januar 2020, die ersten Kommunen würden aber schon auf Geräte warten, sagt Frese.

Wartung und Pflege an drei Orten

Erworben werden die Atemschutzgeräte im Mietkauf für zehn Jahre, anschließend gehören die Geräte den Kommunen. Wartung, Pflege und Instandsetzung werden in dieser Zeit in Korbach, Bad Arolsen und Bad Wildungen übernommen, jeweils von den hauptamtlichen Gerätewarten in den Atemschutzwerkstätten.

Diese seien vernetzt, so Biederbick. Es spiele keine Rolle für die Feuerwehren, wo die Geräte künftig abgegeben würden: Wer beispielsweise Geräte in einem der drei Orte abgibt zur Reinigung oder Wartung, nimmt gleich andere Geräte mit, die sofort einsatzbereit seien. Bisher müssten die Wehren mitunter mehrere Tage warten, wenn die Geräte zur Wartung abgegeben worden seien, sagt Frese. Im Verbund würde alles vereinfacht.

Nur noch bis Ende 2020 gibt es Ersatzteile des Herstellers, der die aktuell genutzten Geräte produziert. Eine neue Lösung musste deshalb her. Nicht nur die 750 Atemschutzgeräte, die derzeit in Korbach gewartet werden, seien davon betroffen. Der Großteil wird nach der Neuanschaffung aussortiert, neuere Geräte würden verkauft, sagt Gerhard Biederbick.

Die Atemschutzgeräte, die neu angeschafft werden, würden aktuellsten Normen entsprechen und zudem mit Überdruck arbeiten. So könne von außen nichts eingesaugt werden. „Das macht es sicherer“, so Biederbick.

Auch weitere Kooperationen der Feuerwehren denkbar

In mehreren Landkreisen in Hessen gibt es Kooperationen im Atemschutz bereits. Und auch weitere im Bereich der Feuerwehren seien denkbar, da vieles standardisiert sei, sagt Karl-Friedrich Frese. Beispielsweise beim Kauf von Fahrzeugen. Das würde vor allem den Feuerwehren in kleinen Orten helfen.

In Waldeck-Frankenberg gibt es derzeit rund 2500 Atemschutzgeräteträger, jedes Jahr würden etwa 125 neu ausgebildet, sagt der Kreisbrandinspektor.

Karl-Friedrich Frese hofft auf eine finanzielle Förderung der neuen Kooperation durch das Land. Entschieden worden sei darüber in Wiesbaden aber noch nicht.

Allerdings: Selbst wenn kein Geld vom Land fließt, wird die Kooperation umgesetzt. Teurer werde es dadurch nicht, sagt Gerhard Biederbick. Kommt Unterstützung vom Land, werde es aber billiger für die Kommunen.

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