Waldeck-Frankenberg

Korbacher Alfons Hoff wird Polizeipräsident in Osthessen

- Korbach / Kassel (nv). Das Personalkarussell im Polizeipräsidium Nordhessen ist in Schwung: Polizeichef Wilfried Henning muss vorzeitig in den Ruhestand gehen. Sein Stellvertreter Alfons Hoff (Korbach) wird Polizeipräsident in Osthessen.

Mit unterschiedlichen Auffassungen über die Leitung der Behörde hatte Innenminister Volker Bouffier die vorzeitige Trennung von Hessens dienstältestem Polizeipräsidenten am Dienstag begründet. Eine weitere Stellungnahme werde es nicht geben, teilte Ministeriumssprecher Michael Bußer am Donnerstag auf WLZ-FZ-Anfrage mit. Der aus Marburg stammende Jurist war 16 Jahre lang im Amt und stellte noch Ende Januar in die Kriminalstatistik Waldeck-Frankenberg gemeinsam mit Polizeidirektor Dittmar Knittel vor.

Ein politischer Beamter könne jederzeit ohne Nennung von Gründen in den einstweiligen Ruhestand versetzt werden, erläutert Bußer. Der 58-jährige Henning bekomme ab 1. März ein Übergangsgeld, das rund 71 Prozent der letzten Besoldungsstufe B 4 (Anm. d. Red. Grundgehalt rund 6900 Euro) entspreche. Das Geld könne über eine bestimmte Zeit, höchstens aber drei Jahre gezahlt werden.

Mit Hennings vorzeitigem Ausscheiden sind weitere Personalentscheidungen verbunden, in denen zwei ehemalige Korbacher Polizeibeamte eine wichtige Rolle spielen: Nachfolger Hennings wird der derzeitige osthessische Polizeipräsident Eckhard Sauer. Der erfahrene Kriminalist leitete von 1999 bis 2000 die Polizeidirektion Waldeck-Frankenberg in Korbach. Das Polizeipräsidium Nordhessen ist dem 60-Jährigen bestens vertraut: von 2001 bis 2004 stand er Wilfried Henning als Vizepräsident zur Seite.

Als Hennings Stellvertreter fungierte bislang der Korbacher Alfons Hoff, der in Waldeck-Frankenberg bestens bekannt ist. Von 1990 bis 1998 baute er die heimische Polizeidirektion auf und stand an ihrer Spitze. „Seine Erfahrungen an der Basis und in der Führung qualifizieren Alfons Hoff für das Amt eines Polizeipräsidenten“, begründete Bouffier die Beförderung. „Die Ernennung zum Polizeipräsidenten ist das höchste, höher geht es nicht“, freut sich Hoff im WLZ-FZ-Gespräch.

Mehr lesen Sie in der WLZ-FZ-Zeitungsausgabe vom 12. Februar 2010.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare