Kommunale Kliniken setzen auf Kooperation 

Krankenhäuser in Frankenberg und Korbach rücken enger zusammen

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Sie leiten die Geriatrie-Abteilungen: Mariola Könighaus (Frankenberg) und Dr. Matthias Gernhardt (Korbach, rechts neben ihr) wurden in Frankenberg vorgestellt. Mit dabei (von links) Landrat Dr. Reinhard Kubat, Ärztlicher Direktor Dr. Arved-Winfried Schneider (Korbach), die Geschäftsführer Christian Jostes (Korbach) und Gerhard Hallenberger(Frankenberg) sowie der Ärztliche Direktor Hannes Gabriel (Frankenberg).

Waldeck-Frankenberg. Das Stadtkrankenhaus Korbach und die Kreisklinik Frankenberg kooperieren seit Anfang des Jahres im Bereich Geriatrie (Altersheilkunde). Weitere Zusammenarbeit sei ebenso wünschenswert wie notwendig, betonten Landrat Dr. Reinhard Kubat und Korbachs Bürgermeister Klaus Friedrich in einer Pressekonferenz in Frankenberg.

Schon seit längerem arbeiten die beiden Häuser im Bereich der Sterilisation zusammen. Nun ist die geriatrische Abteilung der Kreisklinik Außenstelle des Stadtkrankenhauses Korbach. „Es ist eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe“, sagte Bürgermeister Friedrich, um den Eindruck abzuwehren, dass die Stadtklinik, die schwarze Zahlen schreibt, dem mit hohen Defiziten kämpfenden Kreiskrankenhaus (wir berichteten) unter die Arme greife oder gar Übernahmepläne habe. Die Politik mache es kleinen Häusern der Grund- und Regelversorgung schwer, kostendeckend zu wirtschaften, und bevorzuge große Kliniken. „Um als kommunale Häuser überleben zu können, brauchen wir die Kooperation“, sagen Friedrich und Kubat.

Denkbar seien unter anderem auch Kooperationen im Bereich der Krankenpflegeschule und eines 24-Stunden-Herzkatheter-Messplatzes. Sowohl Landrat als auch Bürgermeister sprechen von Zusammenarbeit. Weitergehende Pläne, etwa eine Fusion, gebe es nicht. Wie berichtet, war 2014 beabsichtigt, dass der damalige Geschäftsführer der Kreisklinik, Christian Jostes, auch die Kliniken Korbach und Winterberg leitet. Das war am Aufsichtsrat der Kreisklinik gescheitert. Jostes leitet heute die Kliniken Korbach und Winterberg.

Friedrich ging darauf so ein: „Damals hatten wie eine andere Situation und andere Akteure.“ Nun gebe es den großen Willen, gemeinsam erfolgreich für den Erhalt der beiden kommunalen Kliniken zu wirken. 

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