Zahl der Intensiv-Behandlungsplätze werden erhöht

Krankenhäuser in Waldeck-Frankenberg rüsten sich für Corona-Patienten

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Bereit für die Inbetriebnahme der Corona Care Unit am Klinikum Kassel: (hinten) IZNA-Pfleger Horst Zaspel mit Anästhesie-Oberarzt Dr. Nils Streiber, (vorne) IZNA-Pflegerin Sigrid Krüger und IZNA-Pfleger Florian Mühlbauer.

Die heimischen Akut-Krankenhäuser erhöhen drastisch die Zahl der Intensiv-Behandlungsplätze.

Die Wildunger Stadtklinik etwa bereitet eine Verdoppelung auf 25 Intensivplätze vor und legt bei Bedarf weiter zu. Die „Gesundheit Nordhessen“, zu der das Arolser Stadtkrankenhaus zählt, hält insgesamt 120 intensivmedizinische Plätze vor und baut bei Fortschreiten der Pandemie zusätzlich aus. Die GNH-Kliniken in Kassel planen eine separate Zentrale Notaufnahme und eine gesonderte Intensivstation für schwere Covid-19-Erkrankte.

Aktuell hat das Stadtkrankenhaus Korbach noch keinen Corona-positiv getesteten Patienten. „Im gesamten Landkreis ist uns kein beatmeter COVD-19-Patient bekannt“, sagte Klinik-Sprecherin Tanja Jostes. Die Intensivstation in Korbach umfasst zehn Betten, auf acht kann eine maschinelle Beatmung stattfinden. 

„Wir haben vier weitere Beatmungsgeräte bestellt, deren Lieferung in vier Wochen avisiert ist“, sagte Jostes. Ob und wann die von der Bundesregierung beauftragten Beatmungsgeräte in diesem Jahr ausgeliefert werden, sei dem Krankenhaus zu unsicher gewesen. Die Station Kellerwald wurde zudem geräumt und als Isolierstation für Corona-Patienten umfunktioniert.

Darüber hinaus schult Dr. Michael Tübben (Chefarzt der Anästhesie und Intensivmedizin) aktuell das Anästhesiepflegepersonal sowie Ärzte aller Fachrichtungen in der Versorgung von intensivpflichtigen Patienten. Im Krisenfall könnten zudem vorhandene Beatmungsgeräte aus dem Anästhesie-/OP-Bereich zum Einsatz kommen.

Das Kreiskrankenhaus Frankenberg verfügt derzeit über acht Intensivplätze mit Beatmung sowie sechs Intensivplätze ohne Beatmung. Stationär, aber nicht intensiv, werden in Frankenberg zwei Corona-Patienten behandelt. Das Kreiskrankenhaus kooperiert außerdem mit den anderen Waldeck-Frankenberger Kliniken. Teil der gemeinsamen Strategie sei auch die kurzfristige Schaffung von Reservekapazitäten in den genannten Bereichen, sagte Kreissprecher Dr. Hartmut Wecker.

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