Mildere Verläufe erhofft

Krankenhäuser in Waldeck-Frankenberg bereiten sich auf Corona-Patienten vor

Ein Mitarbeiter behandelt im separaten Teil einer Intensivstation einen Covid-19-Patienten.
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Besondere Schutzmaßnahmen: Ein Mitarbeiter behandelt im separaten Teil einer Intensivstation einen Covid-19-Patienten.

Die Kliniken im Landkreis Waldeck-Frankenberg bereiten sich auf mehr Corona-Patienten vor, falls es wieder zu einem deutlichen Anstieg der Fallzahlen kommen sollte.

Waldeck-Frankenberg – Die Krankenhäuser rechnen aber mit weniger schweren Verläufen, weil vor allem die „vulnerablen älteren“ Menschen größtenteils geimpft sind.

Die Situation in den Krankenhäusern in Hessen soll ab Donnerstag, 16. September, ausschlaggebend dafür sein, welche Corona-Regeln gelten. Entscheidend sind dann sie so genannte Hospitalisierungsinzidenz und die Belegung der Intensivbetten.

Laut dem Intensivregister des Robert-Koch-Instituts gibt es in Waldeck-Frankenberg 78 Intensivbetten. Demnach sind acht davon derzeit frei. Deutschlandweit ist die Zahl der Covid-19-Kranken auf den Intensivstationen zuletzt gestiegen. Das macht sich auch in den Krankenhäusern in Korbach, Bad Arolsen, Bad Wildungen und Frankenberg bemerkbar, sagen die Kliniksprecher. Die höchste Zahl der Corona-Patienten in den vergangenen drei Monaten in den heimischen Krankenhäusern war acht – das ist auch der aktuelle Stand. 

Keine besonders schweren Verläufe

Im Juni und Juli lag die Zahl bei Null. Aktuell befinden sich laut dem Landkreis wieder sechs Patienten im Krankenhaus. „Die Inzidenz und Hospitalisierungszahlen stehen mittlerweile in einem anderen Verhältnis als während der vorangegangenen drei Wellen“, heißt es von Seiten der Kliniken. Sehr schwere Verläufe habe es in jüngster Zeit nicht gegeben. Die Impfungen zeigten ihre „enorme Schutzwirkung“.

Die meisten der Patienten, die nun wegen Corona im Krankenhaus behandelt werden müssen, seien nicht geimpft und zählten zur Altersgruppe zwischen 25 und 60 Jahren. Trotz der entspannteren Situation bestehe im Stadtkrankenhaus Korbach, im Kreiskrankenhaus Frankenberg, in den Asklepios Kliniken Bad Wildungen und dem Krankenhaus Bad Arolsen der Gesundheit Nordhessen weiterhin das so genannte Eskalationskonzept. Das hessische Sozialministerium regele, wie viele Betten für Covid-Patienten bereitzuhalten sind.

Annähernd 90 Prozent der Mitarbeiter in den Kliniken seien bislang gegen das Virus geimpft. Zudem habe der Ausnahmezustand der Pandemie dazu geführt, dass Mitarbeiter verstärkt geschult würden und die Krankenhäuser besser vernetzt seien, so Nicola Michailidis, Sprecherin der Klinik in Bad Wildungen. (Stefanie Rösner)

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