Waldeck-Frankenberg

Krankmeldungen nehmen zu: Kreis verbucht hessenweit höchsten Anstieg

- Waldeck-Frankenberg (nv). Die Krankmeldungen in Waldeck-Frankenberg haben 2008 überdurchschnittlich zugenommen: Zu diesem Ergebnis kommt der Gesundheitsreport der Deutschen Angestellten Krankenkasse, der erstmals regionale Zahlen ausweist.

Basis der Erhebungen sind die Krankmeldungen der erwerbstätigen DAK-Mitglieder. Mit rund 570 000 Versicherten in Hessen, knapp 19 000 Versicherten und einem Marktanteil von 30 Prozent in Waldeck-Frankenberg zählt die DAK laut Manfred Riepel, Bezirksgeschäftsführer in Korbach, jedoch zu den mitgliederstärksten Krankenkassen. „Für uns ist dieses Zahlenwerk mit regionaler Aussagekraft wichtig, damit wir wissen, wo wir den Hebel ansetzen müssen.“

Wichtigste Ergebnisse der Erhebung sind: Der Krankenstand in Hessen ist seit 1999 (3,5 Prozent) nahezu konstant. Im Vergleich zum Vorjahr ist er 2008 angestiegen: von 3,2 auf 3,3 Prozent. Damit liegt Hessen im Bundesdurchschnitt (2007: 3,2 Prozent; 2008: 3,3 Prozent). „In ländlichen Kreisen liegen die Werte höher“, betont Riepel. Möglicherweise besitze die Arbeit in Ballungszentren einen noch höheren Stellenwert. In Waldeck-Frankenberg verbucht die DAK laut Gesundheitsberater Carsten Brodtmann 2008 jedoch eine „markante Steigerung des Krankenstands“. 2007 liegt der Kreis mit 3,2 Prozent noch exakt im Bundes- und Landesschnitt. 2008 ist die Zahl der Ausfalltage hessenweit am stärksten gestiegen. 2008 beträgt der Krankenstand 3,7 Prozent. Selbst die Landkreise mit den höchsten Krankenständen (Lahn-Dill, Werra-Meißner, Hersfeld-Rotenburg) verzeichnen keinen so eklatanten Anstieg. Den geringsten Wert verbucht mit 2,8 Prozent die Stadt Frankfurt. Die wichtigsten Diagnosen sind 2008: Muskel-Skelett-Erkrankungen wie Rückenprobleme (21,7 Prozent), Atemwegserkrankungen (15,4), Verletzungen (13,6), Psychische Erkrankungen (11,1). „Die Korbacher Problematik in punkto Müllheizkraftwerk lässt sich daraus jedoch nicht ableiten“, räumt Riepel ein. Die Daten umfassten den gesamten Kreis.

Mehr zum Gesundheitsreport sowie ein Interview zu "Doping im Job" lesen Sie in der WLZ-FZ-Zeitungsausgabe vom 20. November 2009.

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