Waldeck-Frankenberg

Kreativ für die eigene Schulbücherei

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- Waldeck-Frankenberg (md). Die Gelegenheit, Bücher im Gesamtwert von 2500 Euro für die eigene Schulbücherei zu gewinnen, bietet der Wettbewerb „Schülerbibliothek“. Wer mitmacht, hat gute Aussichten – und kreativen Gewinn dazu.

Geld sitzt schon lange nicht mehr locker – auch für die 66 Schulen im Landkreis Waldeck-Frankenberg nicht. Manche müssen um ihr Bestehen bangen, anderen machen Kürzungen zu schaffen. Die haben auch Auswirkungen auf das Budget für schuleigene Büchereien. Da setzt der Wettbewerb „Schülerbibliothek“ an, der im vergangenen Jahr von der Buchhandlung Schreiber und der Sparkasse Waldeck-Frankenberg in Zusammenarbeit mit der Waldeckischen Landeszeitung und Frankenberger Zeitung ins Leben gerufen wurde.

Der Wettbewerb ruft Klassen oder Gruppen jeder Alterstufe auf, sich mit bestimmten Themen auseinanderzusetzen und sie dann kreativ mit Hilfe von Kunstarbeiten, literarischen Projekten, Videoaufnahmen, Fotoarbeiten oder Theaterstücken in Szene zu setzen. Beim ersten Wettbewerb „Schülerbibliothek“ (2010/2011) hatten Klassen die Möglichkeit, aus einer Reihe von Büchern die unterschiedlichsten Projekte zu erarbeiten. Ein Dutzend Schulen nahmen teil – und die Berliner Schule aus Korbach gewann mit ihrem Theater-Projekt „Pippi Langstrumpf in drei Sprachen“ den ersten Preis. Die Schüler wurden mit Büchern im Gesamtwert von 1000 Euro für ihre Schulbücherei belohnt. Außerdem folgten weitere Theaterauftritte und sie waren mit Foto abgebildet auf der Titelseite der WLZ-FZ.

Für den zweiten Wettbewerb „Schülerbibliothek“ (2011/2012) rückt ein Thema in den Mittelpunkt, das hochaktuell ist: Medien und soziale Netzwerke. Facebook und SchülerVZ, weltweites Surfen per Laptop oder Handy sind dabei ebenso Stichpunkte wie Cybermobbing und Internetbetrug, Verbreitung von Gewaltspielen, ein bislang unbekannt freizügiger Umgang mit Privatem, Computersucht oder „Happy-Slapping“ – brutale oder sexistische Filme, die andere Menschen in entwürdigenden Situationen zeigen und über Handy weitergegeben werden.

Das zeigt: Internet, Handy und soziale Netzwerke bieten Chancen und bergen zugleich Risiken. So sind der Analyse kaum Grenzen gesetzt im Umgang mit den neuen Medien – und damit auch der Kreativität im Umgang mit ihnen. Doch auch Zeitungen und Bücher als „traditionelle“ Medien laden beim Wettbewerb „Schülerbibliothek“ zu Kreativität ein: Von kritischen Medienanalysen und Fotogeschichten für ältere Schüler bis hin zu kunstvollen Bastelaktionen mit Zeitungen etwa für Grundschüler ist alles möglich. Am Ende könnten Schüler als Projekt gar ihre eigene Zeitung erstellen.

Vergeben werden folgende Preise: 1000 Euro (Bücher/Gutschein) für den 1. Platz, 600 Euro für den 2. Platz sowie jeweils 300 Euro für Platz 3 bis 5. Die Prämierung erfolgt am Montag, 23. April 2012, zum „Welttag des Buches“. Über eingereichte Projekte werden die Waldeckische Landeszeitung und die Frankenberger Zeitung berichten.

Mehr lesen Sie in der WLZ-FZ vom Samstag, 29. Oktober.

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