Corona-Risiko ist zu hoch – Bund und Länder wollen Geld für Digitalisierung bereitstellen

Schulstart: Landkreis rät dazu, Maske auch im Unterricht zu tragen

Schulstart steht bevor: Der Landkreis Waldeck-Frankenberg als Schulträger hat den Schulen in seinem Zuständigkeitsbereich empfohlen, dass Schüler und Lehrer auch während des Unterrichts freiwillig Masken tragen, um sich vor möglichen Infektionen mit dem Coronavirus zu schützen.
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Schulstart steht bevor: Der Landkreis Waldeck-Frankenberg als Schulträger hat den Schulen in seinem Zuständigkeitsbereich empfohlen, dass Schüler und Lehrer auch während des Unterrichts freiwillig Masken tragen, um sich vor möglichen Infektionen mit dem Coronavirus zu schützen.

Waldeck-Frankenberg – Der Landkreis Waldeck-Frankenberg als Schulträger hat den Schulen in seinem Zuständigkeitsbereich empfohlen, dass Schüler und Lehrer auch während des Unterrichts freiwillig Masken tragen, um sich vor möglichen Infektionen mit dem Coronavirus zu schützen. Das steht in einem Rundschreiben an die Schulleitungen, teilte der Kreis in einer Pressemitteilung mit.

Vor Beginn des neuen Schuljahres in Hessen am kommenden Montag hat das Land für den Schulbetrieb lediglich eine Maskenpflicht außerhalb der Klassenzimmer angeordnet. Vom Betreten des Schulgeländes bis zum Hinsetzen im Klassenzimmer müssen eine Alltagsmaske oder ein Visier getragen werden. Trotz anhaltender Corona-Pandemie werden die Schulen wie geplant im Regelbetrieb starten.

Zu der Masken-Empfehlung des Kreises sagt Landrat Reinhard Kubat: „Nach Rücksprache mit unserem Fachdienst Gesundheit haben Gesundheitsdezernent Karl-Friedrich Frese und ich als Schuldezernent entschieden, den Schulleitungen zu diesem Schritt zu raten, um das Infektionsrisiko weiter abzusenken und auf Dauer einen normalen Unterrichtsbetrieb zu gewährleisten.“ Was man vermeiden wolle, seien erneute Schulschließungen. Oberstes Ziel sei es, den Schülern einen weitgehend normalen Schulalltag mit Bildungsvermittlung und sozialen Kontakten zu ermöglichen.

Wie der Landrat weiter ausführte, setze man bei der Empfehlung zum Maskentragen im Unterricht auf Freiwilligkeit und Einsicht bei Schülern, Eltern und Lehrern. „Wir bauen hier auf die Vorbildfunktion und Unterstützung der Erwachsenen, denn gerade Kinder und Jugendliche sind oft nicht in der Lage, das Gefährdungspotenzial durch Covid-19 richtig einzuschätzen“, sagt der Landrat. Der Landkreis vertraue auf das Verantwortungsbewusstsein der Bürger, das diese auch bereits im bisherigen Verlauf der Pandemie immer wieder gezeigt hätten.

Bund und Länder wollen unterdessen die Digitalisierung des Schulbetriebs vorantreiben. Bei einem Treffen von sechs Kultusministern sowie SPD-Chefin Saskia Esken und Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) mit Kanzlerin Angela Merkel hieß es, es sollten schnellstmöglich alle Schulen an das schnelle Internet angeschlossen sowie Schülern zu Hause ein bezahlbarer Zugang zum Internet von maximal zehn Euro pro Monat ermöglicht werden. Außerdem solle jeder Lehrer einen Dienstlaptop bekommen.

Kreis bezahlt Corona-Tests für Schulpersonal

Der Landkreis bietet seinem Personal an den Schulen (Schulsozialarbeiter, Sekretärinnen, Betreuungs- und Reinigungskräfte, Hausmeister) die Möglichkeit, eine Testung auf das Coronavirus vornehmen zu lassen. Die Testung soll bei Bedarf durch den Hausarzt durchgeführt werden Die Kosten können beim Landkreis eingereicht werden. Damit werde das kommunale Personal dem Lehrpersonal gleichgestellt, das die Tests auf Kosten des Landes durchführen lassen könne.

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