Kreistag berät über Konzept zur Inklusion

Alle Regelschulen in Waldeck-Frankenberg für Kinder mit Behinderung öffnen

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Das Ziel der Inklusuion: Schüler mit und ohne Behinderung verfolgen  den Unterricht.

Waldeck-Frankenberg. Behinderte und nicht behinderte Kinder sollen möglichst gemeinsam unterrichtet werden – Inklusion genannt. Der Kreis hat in Zusammenarbeit mit dem Staatlichen Schulamt in Fritzlar ein Konzept ausgearbeitet, wie dies in Waldeck-Frankenberg umgesetzt werden kann.

Das Ziel der Inklusion benennt das im Mai verabschiedete hessische Schulgesetz. In der Sitzung des Schulausschusses stellte die Leiterin des Fachdienstes Schulen und Bildung, Claudia Knublauch, Eckpunkte des Konzeptes vor. 

Neu sind „inklusive Schulbündnisse“. Dabei arbeiten alle allgemeinen Schulen mit Förderschulen zusammen. Da der Kreis eine große Fläche habe, sollten drei Bündnisse gebildet werden. 

Dennoch solle eine „zentrale Struktur“ geschaffen werden, um ein einheitliches Leitbild zu entwickeln und gleiche Standards zu setzen. Deshalb solle an der Bad Wildunger Mathias-Bauer-Schule zur Steuerung des Prozesses ein „zentrales Beratungs- und Förderzentrum“ eingerichtet werden. 

Entsprechend den drei "Schulbündnissen" entstehen drei regionale Beratungs- und Förderteams.

Bei der Umsetzung der Inkusion soll im Mittelpunkt stehen, was für ein Kind mit Förderbedarf am besten ist: 

  •  Ist es in einer Regelschule gut aufgehoben? Dann muss eine bedarfsgerechte sonderpädagogische Förderung sicher gestellt sein, Sonderschullehrer sollen in drei regionalen Zentren bereit stehen. 
  • Oder ist es sinnvoller, dass ein Kind eine Förderschule besucht? Um den Eltern die Wahlfreiheit zu bewahren, sollen alle Standorte von Förderschulen im Kreis bestehen bleiben. 

Der Schulausschuss empfiehlt dem Kreistag fast einstimmig, das Konzept anzunehmen, der Kreistag entscheidet am nächsten Donnerstag darüber.

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