Gut zwei Drittel aller Straftaten aufgeklärt

Kriminalstatistik: Waldeck-Frankenberger Polizei erreicht beste Aufklärungsrate in Nordhessen

Die Aufklärungsquote der Polizei in Waldeck-Frankenberg hat im vergangenen Jahr einen Spitzenwert erreicht: 5702 Straftaten wurden 2019 registriert, gut zwei Drittel der Fälle wurden gelöst.

Mit 67,3 Prozent hat Waldeck-Frankenberg die höchste Aufklärungsquote in Nordhessen und gleichzeitig die höchste je im Landkreis erzielte Quote. „Das bestätigt die gute Arbeit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“, sagte Achim Kaiser, Leiter der Polizeidirektion im Landkreis. 

Die Zahl der Straftaten ist indes gegenüber dem Vorjahr um 261 (4,8 Prozent) gestiegen, liegt aber immer noch auf dem viertniedrigsten Stand der vergangenen 20 Jahre. Knapp die Hälfte der Straftaten wurden im Bereich der Eigentumsdelikte wie Diebstähle oder Vermögens- und Fälschungsdelikte begangen. Die Fallzahlen stiegen gegenüber dem Vorjahr um 6,1 Prozent auf 1025 Straftaten, davon wurden 867 Fälle aufgeklärt. 

Ermittlungen führte die Polizei im Landkreis in vier Fällen wegen versuchter Tötung und einem Fall wegen fahrlässiger Tötung. „Alle Straftaten gegen das Leben konnten aufgeklärt werden“, sagte Polizeisprecher Dirk Richter. 

Auf insgesamt 161 Delikte (Vorjahr: 112) ist die Zahl der Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung gestiegen. Darunter fallen Vergewaltigungen, wo die Zahl von zwölf auf 22 Straftaten stieg. Verstärkt hat die Polizei bei Kinderpornografie im Internet kontrolliert, was zu höheren Fallzahlen bei der Verbreitung pornografischer Schriften geführt hat. Die Aufklärungsquote bei Sexualstraftaten ist insgesamt sehr hoch: Sie liegt bei 86,3 Prozent. 

Bei Rohheitsdelikten, zu denen neben Körperverletzung auch Raub und Straftaten gegen die persönliche Freiheit gehören, weist die Statistik 918 Delikte aus, 20 Fälle mehr als 2018. Den größten Teil daran machen mit 714 Taten die Körperverletzungen aus, ein Anstieg um 4,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Die Zahl der einfachen Diebstähle ist mit 1099 Fällen annähernd gleich geblieben. Bei schweren Diebstählen ist die Zahl auf 529 gesunken. 2011 wies die Statistik noch den Höchststand von 1152 Straftaten aus. Unter die schweren Diebstähle fallen auch die Wohnungseinbrüche, deren Zahl von 94 im Vorjahr auf 86 Fälle gesunken sind. "Das ist besonders wichtig, denn ein Einbruch in den eigenen vier Wänden bedeutet für viele Menschen einen gravierenden Einschnitt in die persönlichen Lebensumstände", sagt Richter.

Darüber, wie man sich vor einem Einbruch wirksam schützen kann, informiert die Kriminalpolizeiliche Beratungsstelle - gegebenenfalls auch mit einer kostenlosen und unverbindlichen Beratung vor Ort. Kontakt:  Tel. 05631/971-160 oder 971-0. 

Auf hohem Niveau bleibt die Internetkriminalität, sie stieg sogar auf 350 Fälle (2018: 305) an, die meisten davon Betrugsstraftaten. 

Rubriklistenbild: © Armin Weigel/dpa

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