Waldeck-Frankenberg:

Kubat kommt, Eichenlaub geht

- Waldeck-Frankenberg. Dr. Reinhard Kubat wird am Donnerstag in der Korbacher Stadthalle feierlich in sein neues Amt eingeführt. Derweil nimmt der scheidende Landrat Helmut Eichenlaub eine Ehrung in Wien entgegen.

Im Februar ließ sich Dr. Reinhard Kubat (51) von der SPD zum Kandidaten küren. Damals leckten die Sozialdemokraten noch ihre tiefen Wunden von der verlorenen Landtagswahl in Hessen. Und auch der Frankenauer Bürgermeister Kubat glaubte wohl selbst kaum daran, die Wahl gegen seinen Herausforderer zu gewinnen – den Korbacher Bürgermeister Klaus Friedrich. Mit 54,3 Prozent im zweiten Wahlgang behielt der 51-jährige SPD-Kandidat jedoch im Juli die Oberhand. Die vergangenen Monate waren für Kubat von einer Doppelfunktion geprägt. Neben seinem Amt als Bürgermeister in Frankenau musste sich Kubat hineinfuchsen in seine künftige Aufgabe als Landrat. Seine Amtszeit im Chefsessel des Kreishauses beginnt mit dem Jahreswechsel. Dabei hat sich Kubat einiges vorgenommen. Lösungen in Zeiten des demographischen Wandels, Stärkung des ländlichen Raums und soziale Gerechtigkeit schrieb sich Kubat im Wahlkampf aufs Banner. Vor allem aber versprach der Marienhagener einen „neuen Stil“ in der Kreispolitik, stellte „Werte und Ethik“ im politischen Umgang heraus.Das Umfeld für Kubats Amtsauftakt ist dabei keineswegs rosig – vor allem finanziell. Die Wirtschaftskrise beschert Gemeinden und Kreisen deutlich weniger Einnahmen bei steigenden Belastungen. Nach bisherigem Ermessen schlummern rund 20 Millionen Euro Defizit im Haushaltsentwurf für 2010 – den Kubat als erste große Amtshandlung im neuen Jahr auf den Weg bringen muss.

Ausführliche Hintergründe zur Amtszeit von Helmut Eichenlaub lesen Sie in der WLZ-FZ-Zeitungsausgabe vom 17. Dezember.

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