Unser Rezept-Tipp im September

Kürbis goes Indien – so wird der Herbstbunt und lecker

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Mit Kokosmilch und Süßkartoffel-Chips.

Es ist höchste Zeit für Kürbis. Und wer noch nicht wusste, dass Kürbis nicht nur toll aussieht, sondern auch lecker schmeckt (zumindest die essbaren Sorten, versteht sich), dem wollen wir heute Appetit machen. Mit einer buchstäblich exotischen Mischung.

Man nehme: einen Hokkaido-Kürbis. So weit, so gut. Und dann? „Dann kannst Du alles dazuwerfen, was so da ist“, sagt eine Kürbis-erfahrene Freundin. Danke dafür. Auch wenn sie natürlich dahingehend recht hat, dass der Kürbis wirklich ein Allrounder ist, mit vielen anderen Zutaten zusammen schmeckt und Rezepte sehr gut variiert werden können, ist das als Anleitung vielleicht doch ein wenig dürftig. Wer sich im Internet auf die Suche macht, geht im Zweifel aber eher verloren: Die Stichworte „Kürbis“ und „Rezept“ ergeben knappe acht Millionen Treffer.

Von Farbe inspiriert

Ich habe mir ein neues Lieblingsgericht aus mehreren Varianten zusammengestellt und habe mich dabei schlicht von der Farbe der Zutaten leiten lassen. Zum orange-roten Kürbis kommen einfach Karotten und farblich passende Paprika-Schoten hinzu.

Die Pur-Variante. 

Los geht es mit ein wenig Ingwer und einer Zwiebel. Fein gewürfelt wird beides in Öl angedünstet. Die Curry-Mischung kann gleich schon mit dazu kommen. An der Stelle Obacht: Ich habe ein scharfes Thai-Curry-Pulver verwendet und weniger als den angegebenen Esslöffel schon als ausreichend empfunden. Wer Curry-Paste lieber mag oder eine milde Mischung bevorzugt, muss eventuell anders dosieren. Lieber erstmal etwas vorsichtiger sein und dann gegebenenfalls noch nachwürzen!

Der Hokkaido wird jedenfalls, nachdem man ihn halbiert, von Kernen und Fasern im Innern befreit und geschält hat (letzteres muss man nicht, ich bevorzuge es aber), in Würfel geschnitten.

Karotten und Paprika ebenfalls würfeln und alles zusammen zunächst anbraten, dann mit Gemüsebrühe auffüllen und 10 bis 15 Minuten köcheln lassen.

Abgeschmeckt wird mit etwas Salz, falls nötig, und mit einem ordentlichen Löffel Aprikosenmarmelade. Und das nicht nur wegen der Farbe, sondern weil es eine wunderbare geschmackliche Abrundung darstellt.

Die Zutaten zum exotisch-leckeren Kürbisrezept.

Der Hokkaido stammt übrigens aus Japan, von der gleichnamigen Insel. Dort lautet sein Name allerdings „Uchiki Kuri“. Er ist besonders beliebt hierzulande, weil er sich geschmacklich anpasst und einfach zu verarbeiten ist. Man muss ihn, im Gegensatz zu vielen anderen Kürbissorten, wie schon erwähnt nicht einmal schälen, wenn man nicht will – die Schale wird beim Kochen nämlich weich. Zum Dekorieren macht er sich ebenfalls prima. Und er gedeiht in unseren Breitengraden gut, weil das mitteleuropäische Klima dem auf der Insel Hokkaido ähnlich ist.

Zurück zum Essen. In der bisher durchgeführten Zubereitung ist das ganze quasi ein Ragout, das toll zu einem Basmati-Reis schmeckt.

Eine mögliche Variation: Etwas weniger Gemüsebrühe verwenden und dafür Kokosmilch zugeben. Und wer das ganze dann noch mit dem Pürierstab durchmixt, hat – gegebenenfalls als „leftover“-Gericht – eine köstliche Suppe. Die man dann noch mit ein paar Süßkartoffel-Chips als Crunch servieren kann. Und natürlich muss man nicht farblich „Ton in Ton“ arbeiten, sondern darf auch anderes Gemüse verwenden. Cashewkerne können hinzugefügt werden und zum Schluss auch frische Minze oder Koriander.

Kerne sind auch köstlich

Die Kürbiskerne, die sich im Innern des Hokkaido befinden, müssen übrigens nicht mit den Fasern in den Müll wandern. Man kann sie zum Beispiel rösten – einfach säubern, in einem Handtuch trockenreiben und dann auf einem Backblech bei 180 Grad für etwa 20 Minuten knusprig werden lassen, zwischendurch wenden. Gewürzt wird, indem man die Kerne zusammen mit etwas Öl und Gewürze nach Geschmack in ein Schraubglas gibt und das dann ordentlich schüttelt, bevor die Kerne aufs Blech kommen. In der Pfanne karamellisieren lassen geht natürlich auch. Wir wünschen viel Spaß und guten Appetit! /Nadja Schwarzwäller

Zutaten für vier Personen:

1 kleiner Hokkaido

500 Gramm Karotten

500 Gramm Paprika

500 Milliliter Gemüsebrühe

(bei Belieben einen Teil durch Kokosmilch ersetzen oder zum Verflüssigen zusätzlich Kokosmilch)

1 Stück Ingwer

1 Zwiebel

1 Esslöffel Currypulver

1 Esslöffel Aprikosenmarmelade

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