Kundgebung 1. Mai

"Sehe es mit Angst, wenn Europa von immer mehr Menschen in Frage gestellt wird"

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Großes Interesse: Rund 200 Zuhörer verfolgten bei sonnigem Wetter die Reden der DGB-Kundgebung am Tag der Arbeit vor der Ederberglandhalle.

"Europa. Jetzt aber richtig!" - unter diesem Motto fand am "Tag der Arbeit" auch die Mai-Kundgebung des DGB-Kreisverbandes Waldeck-Frankenberg in Frankenberg statt.

Dabei appellierten die Redner insbesondere daran, an der Europawahl am 26. Mai teilzunehmen.

"Die Europäische Union hat viel dazu beigetragen, dass Frauen und Männer gleiche Rechte haben", rief Hauptrednerin Angelika Kappe, seit drei Jahren stellvertretende Landesbezirksleiterin von ver.di Hessen, den rund 200 Zuhörern bei der Open-Air-Veranstaltung vor der Ederberlandhalle zu. Dabei machte sie insbesondere darauf aufmerksam, dass sich die Europäische Union seit ihrer Gründung 1957 immer wieder als "Vorreiterin für Chancengleichheit" erwiesen habe.

Konkret forderte die ver.di-Rednerin in ihrer Rede in Frankenberg gute öffentliche Angebote zur Kinderbetreuung und Pflege, gerechte soziale Sicherungssysteme und mehr Frauen in Führungspositionen. "Über all diese Fragen entscheidet das Europaparlament mit. Es geht um die Zukunft Europas. Wir wollen ein soziales Europa der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer", rief Kappe zum Gang an die Wahlurnen auf.

Als "bekennender Europäer" sprach auch Landrat Dr. Reinhard Kubat über das Thema Europa: "Ich sehe es mit Angst und Bange, wenn Europa in seiner Faszination von immer mehr Menschen in Frage gestellt wird", sagte der Landrat. Dabei erinnerte er dran, dass Europa den Menschen in den vergangenen mehr als 70 Jahren viel gegeben habe - unter anderem Reisefreiheit, Pressefreiheit und freien Handel unter den Ländern. "Daran weiterzuarbeiten ist eine der großen Aufgaben der Geschichte, denen wir uns stellen müssen", forderte auch der Landrat zur Stimmabgabe bei der Europawahl auf.

"Wir wollen für Europa leben und werden uns dafür einsetzen", sagte auch Frankenbergs Bürgermeister Rüdiger Heß. Beim Folklorefestival Europeade im Juli werde Frankenberg im Mittelpunkt Europas stehen, machte der Bürgermeister aufmerksam. Vorher solle in Frankenberg aber schon ein "Europahain" gepflanzt werden.

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