Kreisverwaltung will in den Internetausbau an Schulen investieren

Ziel: 30 Mbit für jede Klasse in Waldeck-Frankenberg

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Sollen künftig schnell im Internet unterwegs sein können: die Schüler im Kreis Waldeck-Frankenberg.

Bisher ist keine Schule im Kreis ans Glasfasernetz angeschlossen: Rund zwei Millionen Euro jährlich sollen künftig in IT-Ausstattung und -Infrastruktur der Schulen fließen.

Ziel ist es, in jeder Klasse 30 Mbit zur Verfügung zu stellen. Das sind Kernaussagen zum Stand der Digitalisierung der Schulen im Kreis.

Zwischen 2015 und 2018 hat der Landkreis demnach pro Jahr allein für die IT-Ausstattung zwischen rund 400.000 (2015) und knapp 600.000 (2018) Euro ausgegeben, zudem sind inzwischen gut 22.000 Euro (2015) und 23 000 Euro (2018) in die IT-Infrastruktur der Schulen geflossen.

Mehr Smart-TVs & Co. für Schulen

Insgesamt sind die Ausgaben für den IT-Bereich in Schulen von 848.648 Euro in 2015 auf 1,1 Millionen im vergangenen Jahr gestiegen. Pro Schüler wurden somit fast 60 Euro in 2018 bereitgestellt. Die Zahlen gehen aus den Antworten des Landkreises auf eine Große Anfrage der Linken-Fraktion im Kreistag hervor.

Für den gesamten Breitbandausbau an den Schulen in Waldeck-Frankenberg rechnet der Landkreis mit Kosten von rund 3,5 Millionen Euro und beruft sich damit auf eine Prognose von Breitband Nordhessen. Ein Antrag auf Bezuschussung sei bereits eingereicht.

Neu ist auf Landkreis-Ebene eine „Arbeitsgruppe Digitalisierung“, deren Vorsitz Landrat Dr. Reinhard Kubat inne hat. Zudem gehören Vertreter aller Schulformen sowie das Staatliche Schulamt Fritzlar der Arbeitsgruppe an. In der Runde wurde beschlossen, dass künftig der „digitalen Repräsentationstechnik“ wie Smart TVs mehr Gewicht beigemessen werden soll. Außerdem sollen zusätzliche Ressourcen für Service und Support sowie für Planung und Koordinierung zur Verfügung gestellt werden.

10,5 Millionen für den Landkreis

Genauere Pläne zur Umsetzung des Digitalpakts könnten derzeit nicht gemacht werden, da Förderbestimmungen und Regeln des Landes bisher noch nicht bekannt seien. 

CDU und Grüne haben im Landtag das Gesetz zum Programm „Digitale Schule Hessen“ eingebracht. Damit sollen mit über 60 Millionen Euro die Mittel des Bundes ergänzt werden. Zusammen mit den Schulträgern und dem Land werden damit 500 Millionen für die kommenden fünf Jahre fürs gesamte Bundesland bereitgestellt – rechnerisch für jeden Schüler 540 Euro. Für Waldeck-Frankenberg sind rund 10,5 Millionen Euro für die Digitalisierung an Schulen vorgesehen. 

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