6,6 Prozent der Einwohner geimpft

Corona: Waldeck-Frankenberg hat die höchste Impfquote in Hessen

In Waldeck-Frankenberg werden prozentual so viele Menschen gegen das Coronavirus geimpft wie in keinem anderen Landkreis in Hessen. Das teilten Landrat Dr. Reinhard Kubat und Gesundheitsdezernent Karl-Friedrich Frese in einer Pressekonferenz mit.
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In Waldeck-Frankenberg werden prozentual so viele Menschen gegen das Coronavirus geimpft wie in keinem anderen Landkreis in Hessen. Das teilten Landrat Dr. Reinhard Kubat und Gesundheitsdezernent Karl-Friedrich Frese in einer Pressekonferenz mit.

In Waldeck-Frankenberg sind prozentual so viele Menschen gegen das Coronavirus geimpft worden wie in keinem anderen Landkreis in Hessen. Das teilten Landrat Dr. Reinhard Kubat und Gesundheitsdezernent Karl-Friedrich Frese am Montag mit.

Demnach wurden seit dem Impfstart am 27. Dezember 14 996 Impfstoffdosen an Bewohner des Landkreises verabreicht. Damit wurden 10 392 Personen geimpft, 4604 davon erhielten bereits ihre zweite Corona-Impfung. „Unterm Strich haben 6,6 Prozent der Bevölkerung in Waldeck-Frankenberg eine Impfung erhalten. Mit dieser Impfquote – das drücken die Vergleichszahlen aus – sind wir führend in Hessen“, berichtete Frese. Waldeck-Frankenberg hat rund 156 000 Einwohner.

Einen großen Anteil an der hohen Impfquote habe das Aufsuchende Impfen, das seit Anfang Februar in den Städten und Gemeinden stattfindet. Hierbei werden über 80-Jährige, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, unter anderem in Dorfgemeinschaftshäusern immunisiert. Diese Altersgruppe gehört zur ersten Priorisierungsgruppe.

„Stand heute können wir sagen, dass wir in Waldeck-Frankenberg mit den Erstimpfungen für diese höchste Priorisierungsgruppe nahezu durch sind. Lediglich in Bad Arolsen, Frankenberg und Bad Wildungen müssen zusammen noch rund 900 Menschen geimpft werden“, so Frese. Das werde in der kommenden Woche erledigt sein. Auch die Zweit-Impfungen werden dann beginnen.

Das Aufsuchende Impfen werde zudem ausgeweitet – auch Mitarbeiter und Bewohner von Psychiatrien, Kurkliniken und Behinderteneinrichtungen in Waldeck-Frankenberg sollen in den kommenden Wochen vor Ort geimpft werden.

Auch mit Blick auf den Impfstart für die zweite Priorisierungsgruppe sieht sich der Landkreis gut aufgestellt. Zu dieser Gruppe gehören Menschen zwischen 70 und 80 Jahren sowie ärztliches und pflegerisches Personal, das bisher nicht zum Zuge kam. Außerdem zählen Patienten mit hohem Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf dazu, aber auch Kontaktpersonen von Behinderten. Auch Lehrkräfte an Grund- und Förderschulen, Kita-Erzieherinnen und Polizisten sind jetzt an der Reihe. „Wir können im Impfzentrum in Korbach bei Bedarf und je nach Verfügbarkeit des Impfstoffs alle sechs Impfstraßen öffnen. Das haben wir unter anderem am vergangenen Samstag schon getan“, berichtete Landrat Kubat.

Landrat Kubat: „Zahl der Geimpften kann sich sehen lassen“

Er lobte zudem: „Alle, die mithelfen, dass die Menschen in Waldeck-Frankenberg gegen das Coronavirus geimpft werden, leisten hervorragende Arbeit.“ Die Zahl der bereits geimpften Personen im Landkreis könne sich sehen lassen. Auch in den kommenden Wochen werde sich am Tempo nichts ändern, sofern ausreichend Impfstoff zu Verfügung stehe. Eingesetzt würden alle derzeit verfügbaren Vakzine, diese seien die Impfstoffe aus den Häusern Biontech/Pfizer, Moderna und Astrazeneca.

„Nach den durchgeführten Impfungen in den Altenheimen, auf den Corona-Intensivstationen der Krankenhäuser oder bei den mobilen Pflegedienste kommen nun unter anderem niedergelassene Ärzte sowie weiteres Personal aus den Arztpraxen an die Reihe“, berichtet Gesundheitsdezernent Karl-Friedrich Frese und fügt hinzu. „Um die Impfberechtigten aus diesem Bereich anschreiben zu können, wurden uns vom Land Hessen die entsprechenden Kontaktdaten zur Verfügung gestellt.“ Diese seien aber nicht immer vollständig, einige Ärzte und Praxismitarbeiter könnten so bei der Kontaktaufnahme unberücksichtigt bleiben. In solchen Fälle müsse man sich selbst um einen Impftermin kümmern.

Bei Grundschullehrern und Erzieherinnen gibt es laut Frese aktuell zwei Möglichkeiten, um an einen Impftermin zu kommen: Entweder als Gruppe mit einer Anmeldung über das Staatliche Schulamt – oder als Einzelperson über die bekannten Telefonnummern und Online-Portale des Landes Hessen. Dort können sich wie üblich auch die Menschen aus den jeweiligen Altersgruppen, die ab sofort impfberechtigt sind (70 bis 80 Jahre sowie ab 80 Jahre), für einen Impftermin registrieren.

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