Schüler, Eltern und Lehrer hatten sich beschwert

Landkreis Waldeck-Frankenberg reagiert auf Kritik: Mehr Busse im Schülerverkehr

Schüler der Edertalschule in Frankenberg warten am Freitagnachmittag dicht gedrängt auf die Busse, die sie nach Hause bringen sollen. Alle tragen vorbildlich einen Mund-Nasen-Schutz.
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Schüler der Edertalschule in Frankenberg warten am Freitagnachmittag dicht gedrängt auf die Busse, die sie nach Hause bringen sollen. Alle tragen vorbildlich einen Mund-Nasen-Schutz.

Nach Beschwerden über zu volle Schulbusse in Waldeck-Frankenberg hat der Landkreis reagiert und setzt mehr Fahrzeuge in den Spitzenzeiten ein. Insgesamt 36 zusätzliche Verbindungen werden seit dem Schulbeginn nach den Herbstferien angeboten. Das teilt der Landkreis auf Nachfrage unserer Zeitung mit.

  • Schüler, Eltern und Lehrer hatten sich vor den Herbstferien wegen zu voller Schulbusse beschwert.
  • Der Corona-Abstand ließ sich in den Schulbussen kaum einhalten.
  • Seit 19. Oktober 2020 ist der Fahrplan um insgesamt 36 Verbindungen erweitert worden.

Waldeck-Frankenberg – Volle Schulbusse in Waldeck-Frankenberg sorgten vor den Herbstferien für Unmut bei Schülern, Eltern und Lehrer, denn ein Corona-Abstand ließ sich in den Bussen kaum einhalten. Oftmals standen die Schüler dicht gedrängt mit Körperkontakt.

Die Lage soll sich nun entzerren: Seit dem 19. Oktober würden von NVV und EWF insgesamt 36 Fahrplanausweitungen in der Schülerbeförderung angeboten, sagte Petra Frömel, Mitarbeiterin der Pressestelle des Landkreises. Die Platzkapazität in der sogenannten Schülerspitze werde somit nachfrageorientiert erhöht. Frömel: „Die zusätzlichen Leistungen werden mit Bussen der Firmen ALV und BKW sowie Grebe, Kotsch und Küster durchgeführt.“

Von den Ausweitungen profitieren laut Landkreis vor allem die Schulen in Frankenberg, Battenberg, Bad Wildungen und Bad Arolsen. Aber auch die Schülerbeförderung in Giflitz, Willingen, Allendorf, Korbach und Herzhausen werde deutlich entlastet.

Zusätzliche Schulbusse in Waldeck-Frankenberg verursachen Kosten von 230.000 Euro

Durch die Fahrplanausweitungen entstehen insgesamt rund 230. 000 Euro an zusätzlichen Kosten. Bis zum Beginn der Osterferien 2021 werden die zusätzlichen Leistungen etwa zur Hälfte durch eine Landesförderung ausgeglichen.

„Die Schulen wurden bereits vor den Herbstferien über die Ausweitungen informiert. NVV und EWF werden zusammen mit den Bündelbetreibern die Entwicklung der Auslastung in den Bussen weiterverfolgen und soweit erforderlich nachsteuern“, so Frömel.

Elternvertreter zu Schulbussen: „Situation auf einigen Linien unverändert“

Unterdessen berichten Elternvertreter von weiterhin schwierigen Umständen in Schulbussen: Auf einigen Linien in Nordwaldeck sei die Situation unverändert, sagt Andre Franzke, stellvertretender Elternsprecher der Kaulbachschule in Bad Arolsen: „Die Kinder sitzen dicht an dicht, müssen teilweise sogar stehen, weil kein Sitzplatz mehr frei ist.“

Offenbar weichen viele in Corona-Zeiten auch auf das sogenannte „Elterntaxi“ aus. Zumindest an der Edertalschule waren am Freitagmittag mehr Eltern als sonst zu sehen, die ihre Kinder mit ihren Autos abholten.

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