Handschriftliche Briefe fast in Vergessenheit geraten

Geschenkte Zeit nutzen: Landrat ruft zum Briefeschreiben auf

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„Schreib mal wieder“: Handschriftlich einen Brief zu verfassen, dazu ruft Landrat Kubat auf. 

Das Briefeschreiben sei langsam in Vergessenheit geraten, sagt Landrat Dr. Reinhard Kubat. Er ruft dazu auf, „die in gewissem Sinne durch die Corona-Krise auch geschenkte Zeit zu nutzen, Papier und Schreibutensil zur Hand zu nehmen und tatsächlich wieder einmal einen Brief zu schreiben“.

In unseren digitalen Zeiten gerate das handschriftliche Verfassen von Briefen in Vergessenheit, bedauert Kubat. Dabei hätten sich Briefempfänger schon immer über Post gefreut – auch weil es dann eben mal keine Reklame oder Rechnung war, die im Briefkasten lag. „Vor allem die Wertschätzung, die der Briefschreiber durch sein handschriftliches Dokument zum Ausdruck brachte, und das Gefühl, hier hat jemand an mich gedacht, trug zur Freude bei.“

Johann Wolfgang von Goethe habe gesagt, dass Briefe unter die wichtigsten Denkmäler gehörten, die der einzelne Mensch hinterlassen könne. E-Mails und vor allem WhatsApps, die heute übliche Form der Kommunikation, seien vergänglich und würden häufig über eine Kontaktgruppe an unzählige Empfänger verteilt, würden oft als beliebig empfunden, sagt der Landrat. Ein handgeschriebener Brief dagegen sei eine höchst persönliche Korrespondenz. „Wer sich die Zeit für einen handgeschriebenen Brief nimmt, bringt damit auch eine besondere Wertschätzung zum Ausdruck und zeigt, dass er wirklich am Briefempfänger interessiert ist.“

Viele Menschen würden zudem handgeschriebene Briefe aus den vergangenen Jahren, teilweise sogar Jahrzehnten aufheben – und damit auch wertvolle Erinnerungen beispielsweise an Großeltern, Schulfreunde oder Bekanntschaften aus dem ersten größeren Urlaub… Auch er selbst schreibe noch regelmäßig Briefe, so Reinhard Kubat. Er ist sicher: Das macht dem Schreiber und dem Empfänger Freude. 

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