Waldeck-Frankenberg

Landwirte warten auf Regen

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- Waldeck-Frankenberg (apa). Schlepper ziehen große Staubwolken hinter sich her, andernorts liegt der Dünger noch genauso auf dem Feld wie vor Wochen: Die Felder und Äcker sind trocken, die Landwirte warten auf ergiebigen 
Regen.

Schon die Ausgangslage war in diesem Jahr nicht besonders gut für die Landwirte: „Wir hatten einen vergleichsweise trockenen Winter“, sagt Matthias Eckel, Geschäftsführer des Frankenberger Kreisbauernverbandes. „Deshalb sind die Wasserreservoirs in den Böden schlecht gefüllt.“ Hinzu kamen ungünstige Wetterverhältnisse im Frühjahr: Der März war in der ersten Hälfte kalt und trocken.„Und in der zweiten Hälfte ist die Natur regelrecht explodiert“, beschreibt Eckel, „aber alles ohne Regen“.

Gerade einmal 14 Liter pro Quadratmeter sind im März gefallen. Normal seien 80 bis 90 Liter. Im April hat es noch gar keine Niederschläge gegeben, dafür aber starke Temperaturschwankungen und Nachtfröste. „Auch das macht den Pflanzen zu schaffen“, sagt Eckel, der selbst Landwirtschaft hat. Noch ist die Trockenheit nur beunruhigend, nicht kritisch. „Vertrocknet ist noch nichts, und man kann auch noch keine Schäden prognostizieren“, beruhigt Eckel.

Noch kann die Natur ihren eigenen, üblichen Zeitrahmen noch einhalten: Denn das Wachstum ist seiner Zeit knapp zwei Wochen voraus. Sollte es noch rechtzeitig ergiebig regnen, könne zum normalen Zeitpunkt auch die Entwicklung der Pflanzen wieder auf dem normalen Niveau sein. „Nur sieht es langfristig nicht nach ergiebigem Regen aus“, bedauert Eckel.

„Bis 5. Mai ist kein Regen gemeldet“, sagt Eckel. „Und dann wird es kritisch.“ Denn Anfang Mai ist der erste Silageschnitt geplant. Der erste Schnitt hat eigentlich die beste Qualität – wenn das Gras denn wächst. Silage (auch Silo genannt) ist für die meisten Landwirte sehr wichtig: Damit werden die Milchkühe gefüttert.

Mehr lesen Sie in der WLZ-FZ vom Donnerstag, 21. April.

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