Mitgliederschwund gebremst – CDU erfolgreich bei Nachwuchs

SPD legt im Landkreis durch Schulz-Effekt zu

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Armdrücken der Volksparteien: Wir haben uns mit SPD-Mitglied Richard Zornow (links) und Johannes Müller von der CDU darüber unterhalten, warum sie sich politisch engagieren.

Waldeck-Frankenberg. Schon seit Jahren sinken die Mitgliederzahlen der Volksparteien SPD und CDU – diese Tendenz setzte sich 2016 auch im Landkreis Waldeck-Frankenberg fort. Die Sozialdemokraten im Kreis haben allerdings seit der Verkündung der Kanzlerkandidatur von Martin Schulz Ende Januar 15 Mitglieder hinzugewonnen.

Zum Jahreswechsel war der SPD-Unterbezirk in der Personenzahl vom CDU-Kreisverband überholt worden (1518 gegenüber 1522). Er schrumpfte 2016 um fast 70 Mitglieder. Fast die Hälfte der Abgänge sind nach SPD-Angaben Todesfälle. Doch auch unter Berücksichtigung dieses Faktors verlor die SPD unter den Parteien auf Kreisebene mit Abstand die meisten Mitglieder.

Das führt der Unterbezirksvorsitzende Dr. Christoph Weltecke vor allem auf die Verhältnisse in der Bundespolitik zurück: „Wenn es der Partei insgesamt nicht so gut geht, spüren wir das natürlich.“ Ebenso spürt der SPD-Unterbezirk nun den Schulz-Effekt: Die Bundespartei hat laut verschiedenen Umfragen rund fünf Prozent zuglegt und gewinnt bundesweit Mitglieder. „Wir laden jeden ein, der sich an einem Politikwechsel beteiligen will“, sagt Weltecke. (czi)

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