Arbeitslosenquote sinkt in Waldeck-Frankenberg auf 5,5 Prozent ·

Leichte Erholung am Arbeitsmarkt

Waldeck-Frankenberg - „Waldeck-Frankenberg ist auf gutem Niveau stabil geblieben“: So fasst Uwe Kemper, Leiter der Korbacher Agentur für Arbeit, die Entwicklung der vergangenen vier Wochen zusammen.

Leicht erholt habe sich der regionale Arbeitsmarkt im März. „Nach wie vor beherrscht der lang andauernde Winter den Arbeitsmarkt in der Region“, erläuterte Kemper die Ergebnisse der aktuellen Monatsstatistik.

Demnach waren 10 102 Arbeitslose im Bezirk der Agentur für Arbeit Korbach registriert, der die beiden Landkreise Waldeck-Frankenberg und Schwalm-Eder umfasst, 37 weniger (minus 0,4 Prozent) als vor einem Monat, aber 792 mehr (plus 8,5 Prozent) als vor einem Jahr. „Klasse Betriebsstruktur“ Im regionalen Vergleich zeige der Landkreis Waldeck-Frankenberg die positivere Entwicklung, so Kemper weiter, denn im Vergleich zum Vormonat sank die Arbeitslosenquote um 0,2 Punkte auf 5,5 Prozent und der Anstieg gegenüber März 2012 falle mit einem Plus von 0,2 Punkten gering aus.

Dagegen meldet Schwalm-Eder aktuell eine Arbeitslosenquote von 5,8 Prozent, das sind 0,2 Punkte mehr als im Februar und 0,6 Punkte mehr als im März 2012. Dort haben das produzierende Gewerbe und der Logistiksektor verstärkt mit negativen Auswirkungen weltwirtschaftlicher Entwicklungen zu kämpfen, führte der Agenturchef Gründe an. Im Gegensatz dazu federe die „klasse Betriebsstruktur“ in Waldeck-Frankenberg vieles ab.

Solange allerdings der Winter den Arbeitsmarkt noch im Griff habe, verzögere sich, so Kemper, die Wiedereinstellung von Beschäftigten in Bau- und Außenberufen. 4637 Personen waren im März im Landkreis Waldeck-Frankenberg arbeitslos gemeldet, 171 weniger als im Vormonat und 192 mehr als im Vorjahresmonat. Die aktuelle Quote liegt bei 5,5 Prozent, während sie im Februar 5,7 Prozent und im März 2012 5,3 Prozent betrug.

Betriebe im Landkreis meldeten der Arbeitsagentur im März 325 offene Stellen. Das waren wie zuletzt deutlich weniger als im Vormonat (minus 19 Prozent) und im Jahr zuvor (minus 20,3 Prozent).

Der Stellenbestand hat sich mit 746 Offerten nur geringfügig (minus 0,9 Prozent zum Vormonat, minus 5,2 Prozent zum Vorjahr) verändert. Im Jahresvergleich rückläufig ist die Zahl der Arbeitslosen, die auf Grundsicherung angewiesen sind. Wie Otto Richter vom Jobcenter Waldeck-Frankenberg berichtete, waren im März 2531 Personen registriert, die Hilfen nach den Regelungen des Sozialgesetzbuches II beziehen, unter ihnen viele Langzeitarbeitslose. Das entspricht einem Rückgang um 24 (minus 0,9 Prozent) gegenüber Februar und um 158 Personen (minus 5,9 Prozent) gegenüber März 2012.

Seit Beginn des Berichtsjahres 2012/2013 wurden der Arbeitsagentur Korbach 1721 Berufsausbildungsstellen gemeldet. Das entspricht einem Minus von 171 oder neun Prozent zum Vorjahr. Demgegenüber stehen zum Vergleich 1682 Bewerber, 419 oder 19,9 Prozent weniger als vor einem Jahr. Aktuell gibt es 22,5 Prozent weniger unversorgte Bewerber und 7,2 Prozent mehr unbesetzte Ausbildungsstellen als vor einem Jahr.

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