Fünf Landkreise und Stadt Kassel wollen Gruppen für die Region begeistern

Leuchttürme sollen noch heller strahlen

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Sie werben gemeinsam für die „Grimm Heimat Nordhessen“ und wollen nur vor allem Gruppen für sich begeistern: Christian Mayer, Hubert Henselmann, Projektmanagerin Christina Martin, Holger Schach, Ute Schulte und Klaus Hamel.

Waldeck-Frankenberg - Ob am Edersee oder im Berpark in Kassel, auf den Skihängen im Upland oder bei den Festspielen in Bad Hersfeld: Touristen, die in Nordhessen unterwegs sind, sollen vielseitige Erlebnissen sammeln. Das Regionalmanagement der „Grimm Heimat Hessen“ wirbt mit einem neuen Katalog nun vor allem um Gruppen.

Es hat genau 87 Seiten, zeigt die schönsten Ausflugsziele in Nordhessen und will die Aufmerksamkeit von Busunternehmern auf die Grimm Heimat ziehen: das neue Handbuch für Gruppenreisen, das Vertreter des Regionalmanagements Nordhessen am Dienstag in Herzhausen vorgestellt haben.

„Es ist wichtig, viele gute Angebote und Ziele unter einer Dachmarke zu bündeln“, betont Holger Schach, Geschäftsführer beim Regionalmanagement, „so können wir unsere Leuchttürme noch heller zum Strahlen bringen.“ Und dabei denkt er nicht nur an den Edersee und das Upland, sondern auch an Bad Hersfeld oder Kassel. Das neue Handbuch soll Veranstaltern von Gruppenreisen bei der Planung ihrer Touren helfen und ihre Aufmerksamkeit auf Nordhessen lenken - ob für Ausflüge von Landfrauen oder Kegeltouren.

Daten und Fakten von 120 Partnern und 220 Angeboten sind in dem Katalog alphabetisch aufgeführt - von Restaurants und Hotels bis hin zu Ausflugszielen und Erlebnisangeboten in fünf Landkreisen und der Stadt Kassel. Auf der Internetseite des Regionalmanagements gibt es auch Vorschläge für mehrtägige Touren.

„Wir haben erstmals alle Angebote für Gruppen gebündelt“, betont Ute Schulte, Leiterin der Abteilung Tourismus beim Regionalmanagement. Auf der Internetseite erhalten Veranstalter Vorschläge für Tagestouren. Denn auch das gehört zu den Zielen des Projekts: „Wir wollen die Besucher einladen, nicht nur einen Tag zu bleiben, sondern auch mal zwei Nächte“, erklärt Ute Schulte. Abends zu den Festspielen nach Bad Hersfeld, am nächsten Tag weiter in den Bergpark nach Kassel und den Tag am Edersee ausklingen lassen: So könnte eine Tour aussehen.

Große Nachfrage

„Wir hatten zum Beispiel im Sommer das Problem, dass unsere Hotelkapazitäten für die Festspiel-Gäste nicht ausreichten“, erzählt Bad Hersfelds Kurdirektor Christian Mayer. Mit dem neuen Katalog sollen Gruppen nun frühzeitig darüber informiert werden, wie Übernachtung und Erlebnis sinnvoll verknüpft werden könne.

„Das passt gut in unser Konzept“, betont Klaus Hamel von der Erlebnisregion Edersee. Denn bereits vor einigen Jahren seien Tagesprogramme für Gruppen erstellt worden. Die sind nun auch in den Katalog aufgenommen worden. „Und wir erhoffen uns, dass sich die Zahlen für Mehrtagesreisen durch diese Kooperation noch verbessern werden“, erklär Hamel.

Die Nachfrage jedenfalls sei groß, betont Ute Schulte. Nach der Einführung der Gästekarte vor zwei Jahren habe man festgestellt, dass Besucher möglichst viele interessante Ziele während ihres Aufenthaltes in Nordhessen besuchen wollen. „Die Karte wird von Gästen manchmal vier oder fünf Mal innerhalb weniger Tage eingesetzt“, erzählt sie, „erst in Willingen, dann am Edersee und schließlich noch in Kassel.“

7,4 Millionen Übernachtungen wurden in Nordhessen im vergangenen Jahr gezählt, rund drei Milliarden Euro brachten Touristen in die Region. „Wir wollen vom kleiner werdenden Kuchen ein größeres Stück abhaben“, erklärt Holger Schach, „und deswegen ist gutes Marketing so wichtig.“

Von Theresa Demski

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