Waldeck-Frankenberg

Lieferengpässe bei Winterreifen

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- Korbach. „Alle Jahre wieder“, heißt es in einem bekannten Weihnachtslied. Das dazugehörige Thema könnten aber auch der Wintereinbruch und die passende Bereifung des Autos sein. Doch die Korbacher scheinen vorgesorgt zu haben.

„Das Gros des Geschäfts lief bereits im November“ gibt Christoph Grundmann von „Reifen Apel“ in Korbach einen Einblick in die aktuelle Geschäftslage, nachdem der Winter den Verkehr seit einigen Tagen fest im Griff hat. „Die Kunden sind inzwischen darauf eingestellt.“ Allerdings gibt es seiner Erfahrung nach viele Besitzer von neuen Geländewagen für die Straße, die mit Alljahresreifen ausgestattet seien und bereits bei dieser Schneelage Schwierigkeiten hätten. „Diese Leute rüsten nun nach.“ Extremer als der Kundenansturm seien aber die Lieferengpässe der Produzenten. „So was habe ich in 16 Jahren noch nicht erlebt“, schüttelt der Reifenexperte den Kopf. Zum ersten Mal seien die Lager der Hersteller nicht ausreichend mit Winterreifen gefüllt gewesen, das sorge aktuell bei den Grossisten für ordentliche Preisaufschläge. Schuld am Lieferengpass hätten wohl die erhöhte Rohstoffnachfrage in China und die Werksschließungen einiger Reifenhersteller. Dabei war die Nachfrage nicht nur wegen des vor der Tür stehenden Winters vorauszusehen. Der Bundesrat hatte in der vergangenen Woche den verschärften Regeln und Bußgeldern zugestimmt, falls bei entsprechender Witterung keine Winterreifen aufgezogen seien. „Bis das Gesetz in Kraft tritt, dauert es aber noch“, berichtet Volker König. Der Pressesprecher der Waldeck-Frankenberger Polizei sieht aber vor allem den gesunden Menschenverstand gefordert.„Die Bremswege sind mit der richtigen Bereifung erheblich kürzer.“

Mehr lesen Sie in der WLZ-FZ vom Donnerstag, 2.Dezember.

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