Täglich rund 750 Flüge über den Landkreis

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Unterwegs: Der Luftraum über Waldeck-Frankenberg wird täglich von Hunderten Maschinen genutzt.

Waldeck-Frankenberg. Regelmäßig sind nachts Hubschrauber der Bundeswehr über Waldeck-Frankenberg für Übungszwecke unterwegs, wie kürzlich wieder im Raum Vöhl. Da der Landkreis in der Mitte Deutschlands liegt, werde er generell recht stark überflogen, wie Ute Otterbein von der Deutschen Flugsicherung (DFS) in Langen bei Frankfurt sagt.

Eine genaue Anzahl der militärischen Hubschrauberflüge sei nicht zu ermitteln, heißt es bei der Division Schnelle Kräfte (DSK), zu der auch das Hubschrauberregiment in Fritzlar gehört. Nachtflüge gebe es im Frühjahr, Herbst und Winter, insgesamt in gut 14 Wochen jährlich.

Die Hubschrauber würden dabei in der Regel in einer Höhe bis 2000 Fuß (etwa 600 Meter) fliegen, für Flüge unter 500 Fuß (150 Meter) würden dann besondere Flugrouten festgelegt. Immer werde versucht, im Wechsel zu fliegen und Belastungen so zu verteilen. Generell gebe es aber auch Regionen, die nicht überflogen werden dürften, beispielsweise der Wildpark am Edersee, heißt es von Seiten der Division. 

In deutlich größeren Höhen sind die Flugzeuge unterwegs, die Fracht oder Personen befördern und die nach Instrumentenflugregeln im kontrollierten Luftraum fliegen. Die Deutsche Flugsicherung hat für einen Tag exemplarisch ausgewertet, wie viele solcher Maschinen über den Landkreis Waldeck-Frankenberg fliegen. Rund 750 Überflüge wurden demnach gezählt, sagt Ute Otterbein. 

Darunter fallen beispielsweise auch Anflüge zum Airport Paderborn. Die entsprechenden Flieger sind über dem Landkreis im Schnitt in etwa 10 000 Fuß Höhe (rund 3000 Meter) unterwegs. Am Auswertungstag flogen außerdem 84 Jets vom Flughafen Frankfurt über den Kreis. Diese fliegen dann in einer Höhe zwischen 17 000 und 28 000 Fuß (rund 5000 bis 8500 Meter).

Hintergrund

Beim Fliegen wird unterschieden zwischen Sicht- und Instrumentenflug. Beim Sichtflug, der vor allem in geringeren Höhen und bei Kleinflugzeugen angewendet wird, richtet sich der Pilot nach dem, was er sehen kann. Vor allem auf kleineren Flugplätzen wird auf Sicht geflogen. 

Beim Instrumentenflug, der bei allen größeren Maschinen im kontrollierten Luftraum zum Einsatz kommt, wird mit Hilfe der Instrumente an Bord und unterstützt von Fluglotsen der Deutschen Flugsicherung (DFS) gearbeitet. Wer die Dienste der DFS nutzt, beispielsweise beim Starten oder Landen, zahlt dafür eine Gebühr.

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