Urlaub in Waldeck-Frankenberg ist in dieser Saison bei vielen sehr beliebt

Mallorca, Türkei - oder Eder und Diemel

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Perfekter Abschluss eines warmen Ferientages: Sonnenuntergang über dem Edersee mit Schloss Waldeck.Foto: Heinrich Kowalski/Facebook : Hen.Ko.Blick

Waldeck-Frankenberg - Die schönsten Wochen des Jahres verbringen viele Waldeck-Frankenberger am liebsten in der heimischen Region. Das ist das Ergebnis unserer Online-Umfrage auf wlz-fz.de. Wen es in die Ferne zieht, der bevorzugt Sonnenziele wie Mallorca oder die Türkei.

Die Balearen-Insel und die Riviera im östlichen Mittelmeer gehören zu den mit Abstand beliebtesten Zielen, berichtet Alexandra Zahn vom Korbacher Reisebüro Schreiber. Vor allem Familien fänden bei der Vielfalt der Angebote an Hotels und Pauschalarrangements stets etwas Passendes. Auch Griechenland werde gut gebucht und sogar eher mehr als in der vergangenen Saison. Reisende fragen angesichts der aktuellen Lage häufiger genauer nach, ob es mit der Bargeldversorgung auch funktioniert.

Kreuzfahrten liegen weiterhin hoch im Kurs. Auch Städtereisen würden selbst im Hochsommer nachgefragt, berichtet Alexandra Zahn. Sehenswürdigkeiten in den Metropolen anzuschauen, verspreche zwar bei hohen Temperaturen nicht unbedingt Erholung, aber dafür bleibende Eindrücke.

Die Urlaubs-Expertin rät dazu, so früh wie möglich zu buchen. Als Belohnung dafür versprechen die Veranstalter hohe Preisnachlässe. Last-Minute-Angebote seien dementsprechend rückläufig. Wer jedoch sowohl was den Reisezeitraum als auch Ziel und Flughafen angeht, weitestgehend flexibel sei, könne auch kurzfristig Schnäppchen ergattern.

Wie unmittelbar das Reiseverhalten auf aktuelle Ereignisse und politische Entwicklungen reagiert, zeigt sich am Beispiel Tunesien: Ende Juni sterben 39 Touristen, als ein Mann mit einem Sturmgewehr am Strand bei Sousse um sich schießt. Danach wollen viele Urlauber ihre Reise in das nordafrikanische Land umbuchen - und entscheiden sich häufig für einen Aufenthalt im Inselreich der Ägäis. „Griechenland läuft und läuft und läuft“, schildert Burghard Lauterbach vom Holiday Land- Reisebüro in Frankenberg die Situation zu Saisonbeginn.

Ganz vorn bei den Zielen für Jugendliche liegt wegen des nahezu unschlagbaren Preis-Leistungs-Verhältnisses Bulgarien, gefolgt von Mallorca und Ibiza. Erwachsene und Familien ziehen eher die Kanarischen Inseln vor. Ungebrochen ist laut Lauterbach der Trend zur komfor­tablen Schiffsreise: „Kreuzfahrten boomen ohne Ende.“

Bei den Fernreisen rechnet Lauterbach in den nächsten Jahren mit hohen Zuwachsraten für Kuba. Mit Blick auf die vorausgesagte fortschreitende Amerikanisierung der Karibik-Insel sorgt politisches Tauwetter dafür, dass manche aus Neugier die Insel kennenlernen, andere aber schnell noch deren besonderes Flair ein vielleicht letztes Mal genießen möchten.

Zu Städtereisen in südeuropäische Gefilde rät Lauterbach eher für das Frühjahr oder den Spätsommer ab September.

Viele Urlaubsangebote im Landkreis

„Die Sommerferien stehen vor der Tür. Endlich Zeit zum Ausspannen in der wärmsten Zeit des Jahres. - Wo verbringen Sie ihren Urlaub?“ 45 Prozent der Stimmen entfielen bei unserer Online-Umfrage auf ein Votum für Waldeck-Frankenberg und die Antwort: Wir machen Urlaub in der heimischen Region. Das Angebot ist riesig: Radtouren und Wanderungen im Nationalpark und im Upland, Baden in Eder-, Twiste- und Diemelsee, Kanufahren und Goldwaschen, mit Pferden oder Alpakas die Natur erkunden. Susanne Fobbe vom Touristik-Service Waldeck-Ederbergland hat noch einen kleinen Geheimtipp parat: Eine Wanderung zum Tagesanbruch (ab 6.30 Uhr) rund um und auf dem Baumkronenweg Edersee.

Mit einer sehr guten Saison rechnet Klaus Dieter Brandstetter, Geschäftsführer des Touristik-Service, denn die Voraussetzungen dafür seien optimal. Die Sommerferien in den benachbarten Bundesländern Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen sowie in den Niederlanden sorgen in Verbindung mit den heute in Hessen beginnenden Ferien für einen zusammenhängenden zehnwöchigen Zeitraum. Hinzu komme, so Brandstetter, dass die nach wie vor als gut eingeschätzte wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland nicht dazu verleite, am Reisebudget zu sparen.

Und auch das Wetter habe bisher bestens mitgespielt. Solange keine länger andauernde Regenperiode zu befürchten sei, die Badegäste zu einer unfreiwilligen Wattwanderung zwingt, werde auch der niedrige Wasserstand des Edersees nicht als Nachteil empfunden.

Von Thomas Kobbe

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