Redewendung vom 13. August 2011

Manschetten vor etwas haben

- (resa) Manschetten am Hemdsärmel mit schmucken Knöpfen sollten eigentlich nicht zu Angstzuständen führen. Die Redewendung „Manschetten vor etwas haben“ meint aber genau das: Angst und Sorgen haben.

Die Redewendung stammt aus dem 18. Jahrhundert. Damals trugen die vornehmen Männer noch weiße Spitzenmanschetten. Der ständigen Angst der feinen Herren, sich zu beschmutzen, folgte aufgeregtes Putzen, das die Manschetten zum Zittern brachte. Angst hatten auch die vornehmen Jünglinge, die wegen der Manschetten im Degenkampf beeinträchtigt waren – deswegen ernteten sie Spott und Hohn von den Studenten. Vor einer ganz anderen Art von „Manschetten“ sorgten sich die Verbrecher. Die bekamen auf dem Weg zum Richtplatz Handschellen angelegt, die sie als Manschetten bezeichneten. „Gamaschen vor etwas habe“ hat übrigens die gleiche Bedeutung, erinnert aber an mittelalterliches Folterwerkzeug.

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