Waldeck-Frankenberg

Medikamentenentsorgung wird schwieriger

- Waldeck-Frankenberg (resa). Das Entsorgungsunternehmen für Medikamente hat den Apotheken nach zehn Jahren ganz kurzfristig den Dienst gekündigt: Seit dem nehmen nicht mehr alle Apotheken die abgelaufenen Mittel ihrer Kunden an.

Wer dieser Tage für Ordnung in der Hausapotheke sorgen will, sollte nicht auf seinen Apotheker zählen. Bisher nahm der mit offenen Armen die abgelaufenen Medikamenten seiner Kunden an. „Schließlich ist es wichtig, dass Medikamente sicher entsorgt werden“, erklärt der Korbacher Apotheker Franz Kirchner. Weil der Firma Remedika, das Kölner Abfallunternehmen für die Apotheker in ganz Deutschland, die Entsorgung von Altmedikamenten nun aber zu teuer geworden ist, bleiben Apotheker seit Mai auf den abgelaufenen Mitteln ihrer Kunden sitzen. „Viele Kollegen nehmen also keine Altmedikamente mehr an“, erklärt Kirchner. Verpflichtet seien die Apotheker dazu ohnehin nie gewesen. Denn gesetzlich könnten Medikamente ebenso gut im Hausmüll entsorgt werden. „Weil dann aber die Gefahr besteht, dass Kinder die bunten Pillen mit Smarties verwechseln, haben wir immer davon abgeraten“, erinnert Kirchner.

Mehr dazu lesen Sie in der Waldeckischen Landeszeitung und der Frankenberger Zeitung von Donnerstag, 30. Juli 2009.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare